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Bei zwei Erdbeben sind in China viele Menschen gestorben.

China: Nachbeben erhöht Todeszahl auf über 80

Peking - Mindestens 80 Menschen sind bei den zwei Erdbeben am Freitag in China gestorben, nun hat Premierminister Wen Jiabao die Rettungskräfte zu größten Rettungsanstrengungen aufgerufen.

Ein Nachbeben der Stärke 3,7 hat im Südwesten Chinas ein weiteres Todesopfer gefordert. Ein zweijähriges Kind sei am Samstagabend unter einer Hausmauer begraben und tödlich verletzt worden, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Sonntag. Damit sind bei den zwei Erdbeben vom Freitag und den zahlreichen Nachbeben mindesten 81 Menschen ums Leben gekommen.

Alle Todesfälle ereigneten sich im bergigen Gebiet der Stadt Zhaotong in der Provinz Yunnan, die wie der Kreis Yiliang am schlimmsten von den Erdbeben betroffen ist. In der bergreichen und ärmlichen Region beeinträchtigen Felsstürze, anhaltender Regen und das unwegsame Gelände die Rettungs- und Reparaturarbeiten.

Wie die örtlichen Behörden am Sonntag mitteilten, sind inzwischen die Mobilfunknetze größtenteils wieder funktionsbereit. Auch seien 90 Prozent der von den Erdbeben betroffenen Haushalte wieder an die Stromversorgung angeschlossen, meldete Xinhua.

Bei den zwei Erdbeben der Stärke 5,7 und 5,6 am Freitag waren in den Provinzen Yunnan und Guizhou mehr als 800 Menschen verletzt worden. Wie das Ministerium für zivile Angelegenheiten berichtete, wurden 403 000 Häuser zerstört. 201 000 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden. Der wirtschaftliche Schaden soll sich auf insgesamt 3,69 Milliarden Yuan (458 Millionen Euro) belaufen.

Chinas Premierminister Wen Jiabao hatte die Rettungskräfte zu größten Rettungsanstrengungen aufgerufen. Die ersten 72 Stunden seien die wichtigsten, sagte der am Samstagmorgen nach Yunnan gereiste Regierungschef der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua zufolge. Im Jahr 2008 hatte ein Erdbeben in der benachbarten Provinz Sichuan rund 90 000 Todesopfer gefordert.

dpa

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