+
Nach einem Erdrutsch werden in China Dutzende Menschen vermisst.

Häuser begraben

Dutzende Vermisste nach Erdrutsch in Südchina

Peking - Mindestens 41 Menschen werden in China vermisst, nachdem ein Erdrutsch in Shenzhen im Süden des Landes mehrere Häuser begraben und mindestens ein Gebäude zum Einsturz gebracht hat.

Dutzende Menschen werden in der südchinesischen Stadt Shenzhen vermisst, nachdem ein Erdrutsch mehrere Gebäude begraben oder zum Einsturz gebracht hat. Zunächst wurden nur wenige Verletzte gerettet, wie am Sonntag die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Zunächst hatte die Nachrichtenagentur von 41 Vermissten berichtet, die Zahl aber später mit „mindestens 27“ angegeben.

Das Unglück ereignete sich demnach gegen Mittag in einem Industriepark im Nordosten der Stadt. Wie die Behörden in Shenzhen mitteilten, waren mindestens 22 Gebäude betroffen, darunter auch mehrere Fabriken. Der Grund für den Erdrutsch blieb zunächst unklar.

Ein Anwohner, der vier Kilometer von der Unglücksstelle lebt, habe laut Xinhua eine laute Explosion gehört. „Es muss ein großer Unfall gewesen sein, weil ich den Knall aus so weiter Entfernung gehört habe“, zitierte die Nachrichtenagentur den Mann.

Ein anderer Augenzeuge berichtete Xinhua, das Gebäude sei von roter Erde und Schlamm überrollt worden. Fotos in sozialen Netzwerken zeigten eine riesige mit Geröll und Schlamm bedeckte Fläche, auf der Rettungskräfte mit Baggern arbeiteten.

Laut Xinhua wurden rund 900 Menschen in dem rund 100 000 Quadratmeter großen Gebiet in Sicherheit gebracht. 1500 Retter seien im Einsatz, um nach Überlebenden zu suchen.

Chinas Präsident Xi Jinping forderte die örtlichen Behörden auf, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um die Zahl der Opfer so klein wie möglich zu halten und Verletze und Angehörige zu versorgen. Premier Li Keqiang ordnete eine Untersuchung zur Unglücksursache an. Chinas Kabinett schickte eine Arbeitsgruppe in die Millionenmetropole Shenzhen, um die Koordinierung der Rettungsarbeiten zu unterstützen.

dpa

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Drohnen: Mit zunehmender Verbreitung wächst Markt für Abwehr
Nürnberg (dpa) - Der Drohnen-Boom beflügelt auch die Nachfrage nach Schutzmaßnahmen gegen potenziell gefährliche Flugobjekte.
Drohnen: Mit zunehmender Verbreitung wächst Markt für Abwehr
Eisglatte Straßen in Deutschland: Laster stürzt von Autobahnbrücke
Eisige Temperaturen und Schneefälle wechseln sich mit Tauwetter und Wärme ab: Das wechselnde Winterwetter sorgt in Deutschland für glatte Straßen und drohendes …
Eisglatte Straßen in Deutschland: Laster stürzt von Autobahnbrücke
Ausnahmezustand mancherorts in den Alpen
In den Alpen wächst die Schneedecke fast unaufhörlich. Die Lawinengefahr ist in Teilen der Schweiz inzwischen extrem hoch. Zermatt ist eingeschneit. Auch in St. Anton …
Ausnahmezustand mancherorts in den Alpen
Entsetzlicher Unfall: Mutter findet Mädchen (4) leblos in eisigem Teich
Schrecklicher Unfall in Thüringen: Ein vierjähriges Mädchen ist in Kanichfeld in einen eiskalten Teich gefallen. Die Mutter fand ihr Kind kurze Zeit später leblos im …
Entsetzlicher Unfall: Mutter findet Mädchen (4) leblos in eisigem Teich

Kommentare