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Vier Bombenexplosionen erschüttern London

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- London - Genau zwei Wochen nach den Selbstmordanschlägen von London ist die britische Hauptstadt erneut von Bombenexplosionen erschüttert worden. Der Londoner Polizeichef Sir Ian Blair bestätigte, dass am Donnerstag wie schon am 7. Juli in drei U-Bahnen und einem Bus Bomben explodiert sind. "Es hat aber den Anschein, dass die Bomben diesmal kleiner waren als beim letzten Mal", sagte er. Die Zahl der Verletzten sei gering. Trotzdem sprach der Polizeichef von einem "sehr schwer wiegenden Zwischenfall". An die Bevölkerung der Metropole appellierte er: "Bleiben Sie, wo Sie sind."

Die neuen Anschläge trafen die Metropole ins Mark. Zahlreiche U-Bahnstationen wurden vorübergehend evakuiert und scharenweise in Panik geratene Fahrgäste aus den Waggons geholt. Das Regierungsviertel Whitehall wurde kurzzeitig abgesperrt. Dort gab es am Nachmittag einen lauten Knall. Anschließend nahm die Polizei in der Nähe der Downing Street einen Mann fest.Scotland Yard fand nach eigenen Angaben nach den Detonationen "keine Spuren chemischer Substanzen". Bei den schwachen Bombenexplosionen wurde möglicherweise einer der Täter verletzt. Dies berichtete der Rundfunksender BBC unter Berufung auf Polizeiquellen. Dafür sprach nach Medienberichten auch, dass das Krankenhaus, in das der Verletzte gebracht wurde, anschließend von der Polizei abgesperrt wurde.Der U-Bahn-Fahrgast Ivan McCracken sagte dem Sender Sky News, in seiner U-Bahn sei kurz vor der Station Warren Street ein Rucksack explodiert. Auch in der BBC sagte eine Frau, in ihrem Zug sei ein Rucksack explodiert. "Es gab einen großen Knall", sagte sie.Bei den Selbstmordanschlägen vom 7. Juli in drei Londoner U-Bahnen und einem Bus waren 56 Menschen ums Leben gekommen, etwa 700 wurden verletzt. Am Nachmittag traf sich eine Krisengruppe der Regierung in der Downing Street, darunter neben den Chefs der Sicherheitskräfte auch Innenminister Charles Clarke, Verteidigungsminister John Reid und Außenminister Jack Straw.

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