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Überlebende des Fährunglücks warten auf ihre Rettung

37 Tote vor Sansibar

Vier Deutsche überleben Fährunglück

Addis Abeba - Vier Deutsche haben das schwere Fährunglück vor der Tropeninsel Sansibar mit mindestens 37 Toten überlebt. Viele Menschen sollen im Bauch des Schiffes eingeschlossen worden sein.

Sie seien wohlauf, sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa. Bis zum Donnerstagmittag hatten Retter nach Angaben des Roten Kreuzes in Tansania 37 Tote geborgen. 146 Passagiere seien gerettet worden, bis zu 200 Menschen wurden nach Berichten lokaler Medien noch vermisst.

Ein Botschaftsmitarbeiter sei seit Mittwoch in Sansibar vor der ostafrikanischen Küste und kümmere sich um die Überlebenden, sagte die Sprecherin des Auswärtigen Amtes. Bisher gebe es keine Informationen, dass weitere Deutsche an Bord der Unglücksfähre waren, die am Mittwoch bei starkem Wind gesunken war. Die Botschaft stehe in engem Kontakt mit den örtlichen Behörden. Nähere Angaben zu den vier Überlebenden machte die Sprecherin nicht. Unter den Geretteten sollen insgesamt zwölf ausländische Touristen gewesen sein.

Wie viele Passagiere genau an Bord der Unglücksfähre waren, blieb zunächst unklar. Die tansanische Zeitung „The Citizen“ berichtete, dass bis zu 400 Menschen an Bord gewesen sein könnten, darunter etwa 30 Kinder. Dutzende Menschen sollen im Innern des Schiffes gefangen sein, das in der stürmischen See umgekippt war.

Zahlreiche Helfer beteiligten sich an der Rettungsaktion. Das Rote Kreuz habe 20 Freiwillige geschickt, um Erste Hilfe zu leisten, erklärte Ubwa Suleman. „Starke Winde werden für die Katastrophe verantwortlich gemacht“, sagte er.

Ziel der Fähre war die etwa zwei Stunden entfernte Insel Unguja, die Hauptinsel von Sansibar. Das Unglück passierte lokalen Medienberichten zufolge in der Nähe der Insel Pungume, 48 Kilometer von Unguja entfernt.

Erst im September war vor Sansibar eine Fähre gesunken. Von den 800 Passagieren auf der völlig überfüllten „MV Spice Islander“ waren mehr als 200 ums Leben gekommen.

Der Archipel Sansibar gehört zu Tansania, hat aber eine gewisse Autonomie. Die herrlichen Strände am Indischen Ozean locken jährlich zahlreiche Touristen auf die Inselgruppe.

dapd

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