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Vor Mexiko wurden vier Fischer aus dem Pazifik geborgen - nach rund 2000 Kilometern in Seenot.

2000 Kilometer lange Irrfahrt

Vier Fischer nach einem Monat aus Seenot gerettet

Mexiko-Stadt - In Ecuador sind sie in See gestochen, dann aber vom Kurs abgekommen. Vor Mexiko wurden die vier Fischer schließlich aus dem Pazifik geborgen - nach rund 2000 Kilometern.

Die mexikanische Marine hat vier Fischer aus Seenot gerettet, die nach eigenen Angaben rund einen Monat in ihrem kleinen Boot führungslos im Meer getrieben sind. Ein Patrouillenflugzeug habe die Männer aus Kolumbien und Ecuador am Wochenende bei einem Nachtflug rund 260 Kilometer vor der Küste von Puerto Chiapas im Pazifik gesichtet, berichteten örtliche Medien am Dienstag. Die 26, 28, 34 und 42 Jahre alten Bootsinsassen winkten mit den Armen, um auf sich aufmerksam zu machen. Ein Schiff der Marine habe sie schließlich geborgen.

Die Fischer seien wegen Trinkwassermangels dehydriert gewesen, teilte die Marine mit. An Bord des Marine-Schiffs hätten sie etwas zu Essen und zu Trinken bekommen und seien auch ärztlich untersucht worden. An Land wurden sie dann der Einwanderungsbehörde übergeben. Ein Video zeigt, wie die Fischer an Bord Suppe löffeln und sich später mit einer Umarmung von ihren Rettern verabschieden.

Die Geretteten berichteten, sie seien am 24. September in dem rund 2000 Kilometer entfernten Hafen Puerto Esmeraldas in Ecuador mit ihrem Boot "El Pregón" (Der Ausruf) zum Fischen in See gestochen. Sie seien jedoch vom Kurs abgekommen. Am 1. Oktober sei ihnen dann der Treibstoff ausgegangen. Die Strömung habe sie bis zu ihrer Rettung am Samstag vor die mexikanische Küste getrieben.

In der Vergangenheit hatte es bereits ähnliche Fälle gegeben. 2014 war der Salvadorianer José Salvador Alvarenga im Südpazifik gestrandet, nachdem er nach eigenen Angaben 13 Monate zuvor beim Fischen vor Mexikos Küste aufs offene Meer hinausgezogen worden war. Seine Geschichte wurde später angezweifelt. 2006 waren drei Mexikaner nach neun Monaten auf hoher See ebenfalls nahe den Marschallinseln gerettet worden. Während ihrer Odyssee ernährten sie sich nach eigenen Angaben von rohem Fisch sowie dem Fleisch von Seevögeln und tranken Regenwasser. 1992 überlebten zwei Fischer aus Kiribati 177 Tage auf hoher See, bevor sie Samoa erreichten.

dpa

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