Vier Jahre Haft für Anstiftung zu Randale

London - Zwei junge Männer aus dem Nordwesten Englands sind wegen Anstiftung zu Randale über das soziale Netzwerk Facebook zu jeweils vier Jahren Haft verurteilt worden. Die Kritik an dem Urteil fällt heftig aus.

Das hat ein Gericht am Dienstagabend in der Grafschaft Chester entschieden. Es ist die bislang härteste Strafe nach den Krawallen in der vergangenen Woche in London und anderen britischen Städten. Richter Elgan Edwards sagte, er hoffe, das Urteil habe abschreckende Wirkung für andere.

Die beiden Männer hatten auf Facebook zu Randale und Plündereien in der nordwestenglischen Stadt Northwich sowie in Warrington aufgerufen. Allerdings ist es dann doch nicht dazu gekommen. Die Polizei hatte das Schlimmste rechtzeitig verhindern können.

Am Mittwoch regte sich Kritik an den als sehr hart empfundenen Urteilen britischer Richter. Menschenrechtsgruppen und Parlamentsabgeordnete bezeichneten einige Urteilssprüche als “unverhältnismäßig“. Rechtsexperten erwarten eine Welle der Berufungen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Mit Kleinkind auf Rücksitz: Raser fast 100 km/h zu schnell
Keine Rücksicht auf Verluste hat ein junger Mann auf der Autobahn genommen. Obwohl ein Kleinkind auf dem Rücksitz sitzt, rast er fast 100 km/h zu schnell über den …
Mit Kleinkind auf Rücksitz: Raser fast 100 km/h zu schnell
Nach Ausbruch aus Psychiatrie: Zwei Straftäter gefasst
Für zwei der drei aus einer Psychiatrie ausgebrochenen Straftäter ist die Zeit in Freiheit schon wieder vorbei. Die Polizei fasst die beiden Männer auf der Flucht.
Nach Ausbruch aus Psychiatrie: Zwei Straftäter gefasst
Experten rätseln: Was hat es mit diesem mysteriösen Meer-Monster auf sich? 
Ein unheimliches See-Monster haben Spaziergänger vor ein paar Tagen an einem philippinischen Strand entdeckt. Die mysteriöse Kreatur sorgt mächtig für Wirbel. Doch sein …
Experten rätseln: Was hat es mit diesem mysteriösen Meer-Monster auf sich? 
Pilze in Bayern nach wie vor radioaktiv verseucht
München (dpa) - Auch mehr als drei Jahrzehnte nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl sind einige Pilzarten insbesondere in Bayerns Wäldern noch immer stark …
Pilze in Bayern nach wie vor radioaktiv verseucht

Kommentare