Vier Menschen in der Türkei erfroren

- Istanbul/Hamburg - In der Türkei sind innerhalb von 24 Stunden vier Menschen erfroren. Auch in Deutschland starben in der Nacht zum Montag zwei Männer durch Unterkühlung. Nach Angaben der Feuerwehr fanden Spaziergänger am Montag in einem Zelt auf einer Wiese in Hamburg die Leiche eines Obdachlosen. Im unterfränkischen Karlstadt wurde ein 42-Jähriger erfroren gefunden.

Ein nicht von der Pirsch zurückgekehrter Jäger wurde in der Nähe eines Dorfes in der westtürkischen Provinz Afyonkarahisar tot gefunden, wie die türkische Nachrichtenagentur Anadolu am Montag berichtete. Im Südwesten nahe der Stadt Denizli erfror ein Mann, der die Nacht im Freien verbracht hatte. Ein Schneesturm überraschte in Dogubeyazit an der Grenze zu Iran eine 45-jährige Frau und ihren Sohn, als sie Verwandte in einem Nachbardorf besuchen wollten. Während sich der Sohn durchschlagen konnte, kam für die Mutter jede Hilfe zu spät. In Zentralanatolien wurde eine als geistig verwirrt beschriebene Frau nach längerer Suche erfroren in einem leeren Kanal entdeckt.

In der Vorwoche waren in der Türkei mindestens fünf Menschen der Kälte zum Opfer gefallen. Dauerfrost herrscht weiterhin in großen Teilen der Osttürkei. In der Stadt Erzurum sanken die Temperaturen in der Nacht zum Montag auf minus 30 Grad. Auch in Mittelanatolien und am Schwarzen Meer wurden Kältegrade wie seit Jahren nicht mehr gemessen. Am Mittelmeerstrand von Antalya dagegen konnten die Menschen bei Tagestemperaturen um 16 Grad Sonne tanken.

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