Vier Tote bei Selbstmordanschlag in Israel

Eilat: - Tel Aviv - Ein Selbstmordattentäter hat am Montag in der israelischen Stadt Eilat eine Bombe gezündet und drei weitere Menschen getötet. Der Anschlag sei in einer Bäckerei verübt worden, teilte die Polizei weiter mit. Ein Radiosender der radikalen Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad berichtete unterdessen, diese Gruppe habe den Anschlag zusammen mit den Al-Aksa-Brigaden verübt. Wie bekannt wurde, stammt der Attentäter aus der Stadt Gaza.

Der 21-jährige Palästinenser Ahmed Sersik habe den Anschlag verübt, teilte die radikale Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad in Gaza mit. Sersik gehörte dem bewaffneten Arm des Dschihad an. Die israelische Polizei prüfte Erkenntnisse, wonach der Attentäter von Ägypten aus nach Israel eingedrungen sein könnte.

Es war der erste Selbstmordanschlag seit April 2006, als ein Palästinenser in Tel Aviv zehn Menschen tötete. Nach der Explosion in Eilat war zunächst unklar, ob es sich um eine Gasexplosion handelt. Eilat liegt im Süden Israels am Roten Meer.

Die deutsche EU-Ratspräsidentschaft verurteilte den Anschlag auf das Schärfste. Dies sei offensichtlich ein Versuch, die Hoffnungen auf Fortschritte im israelisch-palästinensischen Verhältnis zunichte zu machen, sagte der stellvertretende Sprecher des Auswärtigen Amtes, Jens Plötner, in Berlin.

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