Vier Tote bei Selbstmordanschlag in Sri Lanka

Colombo - Ein Selbstmordattentäter hat im Norden Sri Lankas am heutigen Donnerstag drei Passanten getötet und 17 weitere Menschen verletzt. Nach Militärangaben hat er es vermutlich auf Soldaten abgesehen.

Allein im Januar waren bei Kämpfen zwischen Armee und Rebellen der Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) mehr als 850 Aufständische und 30 Soldaten im Norden des südasiatischen Inselstaats getötet worden. Jetzt sind wieder Menschen gestorben, als der Sprengsatz eines Selbstmordattentäters detonierte. Militär vermuten, dass Soldaten das Anschlagziel des Attentäters gewesen sind, die in der Gegend patroullierten.

Die LTTE kämpft seit 1983 für einen eigenen Staat der tamilischen Minderheit. Die Regierung lehnt eine Spaltung des Landes ab. Anfang Januar hatte die Regierung ein Waffenstillstandsabkommen mit der LTTE aufgekündigt. Der Konflikt kostete bislang mehr als 75 000 Menschen das Leben.

dpa

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