Vier Tote bei Selbstmordattentat in Algerien

Algier/Paris - Algerien wird seit Jahren von Anschlägen islamistischer Extremisten erschüttert. Am Dienstag hat ein weitere Selbstmordattentäter sich und viele umliegenden Gebäude in die Luft gesprengt. Zahlreiche Mensche wurden schwer verletzt, vier sind gestorben. Noch ist unklar, wer hinter den Attentat steckt.

Bei einem Selbstmordanschlag im Norden Algeriens sind am Dienstag Medienberichten zufolge mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Etwa 20 weitere seien verletzt worden, berichtete der Radiosender France Info. Das Innenministerium bestätigte zunächst nur den Tod von zwei Menschen. Drei weitere seien verletzt worden.

Ein Selbstmordattentäter raste am frühen Morgen in Thenia, 50 Kilometer östlich der Hauptstadt Algier, mit einem Lieferwagen auf eine Polizeiwache zu und zündete die Bombe. In letzter Sekunde hatten Polizisten noch auf den Mann geschossen und so verhindert, dass er mit seinem mit Sprengstoff beladenen Fahrzeug das Kommissariat erreichen konnte. Die Explosion beschädigte zahlreiche umliegende Gebäude. Es sei nicht ausgeschlossen, dass sich die Zahl der Toten noch erhöhe, hieß es. Zahlreiche Opfer seien schwer verletzt.

Zunächst bekannte sich niemand zu dem Attentat. Algerien wird seit Jahren von Anschlägen islamistischer Extremisten erschüttert. Erst Anfang Januar hatte ein Selbstmordattentäter in Naciria vier Menschen in den Tod gerissen. Thenia und Naciria liegen in der Unruheregion Kabylei, einem Rückzugsort für Terroristen. Am 11. Dezember waren bei zwei Selbstmordattentaten in Algier nach offiziellen Angaben 41 Menschen getötet worden, unter ihnen 17 Mitarbeiter der Vereinten Nationen. Damals hatte sich die Terrorgruppe El Kaida im islamischen Maghreb zu den Anschlägen bekannt.

dpa

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