Anzeichen falsch interpretiert

Bade-Horror: Bub „ertrinkt“ Tage, nachdem er im Wasser war

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Knapp eine Woche nach einem Badeausflug mit seinen Eltern ist ein Vierjähriger in seinem Bett „ertrunken“. Die Eltern hatten die körperlichen Anzeichen falsch interpretiert.

Texas City - Ein Vierjähriger aus Texas hörte Tage nach einem Badeausflug mit seinen Eltern in seinem Bett plötzlich auf zu atmen. Wie CNN berichtet, soll er am sogenannten „sekundären Ertrinken“ gestorben sein, bei dem Wasser in die Lunge gerät.

Dem Bericht nach verbrachte eine Familie aus Texas einen Feiertag am für Badeausflüge beliebten Texas City Dike. Der vierjährige Sohn von Francisco D. und seiner Frau Tara soll dort unter der Aufsicht seiner Eltern im knietiefen Wasser gespielt haben und nur kurz von einer Welle mit dem Kopf unter Wasser gedrückt worden sein. Der Junge tauchte Sekunden später wieder auf und soll sogar einem Freund der Familie gesagt haben, dass alles in Ordnung sei. Die Eltern machten sich im Anschluss wenig Gedanken um den Vorfall, schließlich spielte ihr Sohn den gesamten Tag weiter am Strand.

In der folgenden Nacht klagte der Vierjährige über Übelkeit, musste sich übergeben und bekam Durchfall. Doch auch diese Beschwerden verwunderten die Eltern wenig, denn der Junge hatte bereits Wochen zuvor einen Magen-Darm-Infekt gehabt. Deshalb suchten sie keinen Arzt auf. Die Symptome blieben knapp eine Woche, dann wachte der Vierjährige mitten in der Nacht auf: „Er sah mich an, verdrehte die Augen und atmete tief ein aber nie wieder aus“, wird der Vater des Kindes von CNN zitiert. Auch im Krankenhaus konnte dem Jungen nicht mehr geholfen und nur der Tod festgestellt werden.

Die typischen Anzeichen für „sekundäres Ertrinken“

Da in der Lunge des Vierjährigen Wasser gefunden wurde, gehen die Ärzte davon aus, dass er am sogenannten „sekundären Ertrinken“ gestorben ist. Das Wasser könnte bei dem Badeausflug der Familie in die Atemwege des Kindes gelangt sein und verhinderte in der Folge, dass er genug Sauerstoff aufnehmen konnte. „Sekundäres Ertrinken“ tritt dem Bericht von CNN nach vor allem bei kleinen Kindern auf, da bei diesen, wegen der geringen Körpergröße, verhältnismäßig wenig Wasser ausreicht, um die Atmung kritisch zu beeinflussen. Typische Anzeichen für das „sekundäre Ertrinken“ sind nach Angaben von CNN Husten, Kurzatmigkeit, Brustschmerzen, Fieber und ungewöhnliche Stimmungsschwankungen. Wie im Fall des vierjährigen Jungens treten diese innerhalb der ersten 24 Stunden ein, nachdem Wasser in die Lunge gelangt ist.

rjs

Rubriklistenbild: © dpa/Symbolbild

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