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Blumen und Kerzen stehen an den Gleisen am Bahnhof in Voerde (NRW). Eine 34-Jährige wurde von einem Mann vor einen einfahrenden Zug gestoßen und getötet.

Junge Mutter (34) hatte keine Chance 

Bahnsteig-Mord in Voerde: Nachbar warnte Polizei eindringlich vor dem mutmaßlichen Täter

Auf einem Bahnhof in Voerde in Nordrhein-Westfalen hat ein Mann eine Frau vor einen einfahrenden Zug gestoßen. Nun berichtet ein Augenzeuge neue dramatische Details. 

  • Eine 34-Jährige musste sterben, weil ein Mann die Frau absichtlich vor einen einfahrenden Zug gestoßen hatte.
  • Der tödliche Vorfall ereignete sich am Samstag (20. Juli) gegen 8.49 Uhr an einem Bahnsteig in Voerde (NRW).
  • Der mutmaßliche Täter kannte sein Opfer nicht. 

Update vom 24. Juni, 11.28 Uhr: Auch Tage danach sind die Menschen noch fassungslos ob des feigen Mordes an einer 34-Jährigen in Voerde. Der mutmaßliche Täter fiel aber zuvor schon negativ auf und rief die Polizei häufiger auf den Plan.

Freiheitsberaubung, Diebstahl, Körperverletzung und diverse Betrügereien sammelte der 28-Jährige in den vergangenen fünf Jahren. Seit einem Jahr wohnte der Mann in Brünen, einem Stadtteil von Hamminkeln, in einem heruntergekommenen Wohngebäude neben einem geschlossenen Kiosk. Das berichtet Focus Online. Dort terrorisierte er die Anwohner offenbar in schöner Regelmäßigkeit.

Bahnsteig-Mord in Voerde: Mutmaßlicher Täter fiel schon öfter bei der Polizei auf

„Der hat stundenlang von seinem Fenster aus die Leute angepöbelt und bedroht“, beschreibt eine Anwohnerin gegenüber Focus Online und sagt, dass der mutmaßliche Mörder „Ich mach dich platt“ oder „Ich bring‘ dich um“ gerufen habe.Die Polizei sei öfter vorgefahren, aber sobald sie weg war, sei es wieder von vorne losgegangen.

Auch ein anderer Anwohner berichtet, dass der 28-Jährige „seit Längerem Stadtgespräch“ gewesen sei. Am 1. Juli sei er bei einem Polizeieinsatz vor dem Friseursalon völlig ausgerastet und musste von vier Polizeibeamten überwältigt werden. Aufgrund diverser Taten sei die Polizei auch zu anderen Gelegenheiten aufgetaucht und habe den 28-Jährigen und seinen Bruder verhaftet. Kurz darauf seien beide aber wieder frei gewesen. „Mindestens zehnmal ging das so“, sagt ein Anwohner, dessen Auto der mutmaßliche Täter verbeult hatte.

Er warnte die Polizei laut eigener Aussage vor schlimmeren Taten. „Der Mann war so aggressiv, dass ich der Polizei mal gesagt habe, dass er irgendwann so ausrasten wird, dass etwas viel Schlimmeres passiert.“ Der Staatsanwalt beteuerte allerdings, dass die vorliegenden Informationen den Schluss, „ihn als tickende Zeitbombe anzusehen“ nicht zugelassen habe.

Voerde: Bahnsteig-Mord: „Ich stand zwei Meter neben ihm“

Update vom 22. Juli 2019, 20.34 Uhr: Die unfassbare Tat von Voerde in Nordrhein-Westfalen schockiert ganz Deutschland. Im Gespräch mit Bild äußerte sich nun der Mann, der den mutmaßlichen Täter direkt nach der Tat überwältigen konnte. 

Der Iraker Haval I. berichtet im Gespräch mit dem Blatt, dass Jackson B. ihm bereits vor der unfassbaren Tat aufgefallen sei. „Als wir zum Bahnsteig kamen, war der Täter am Ticket-Automaten, hatte einen Schraubenzieher in der Hand. Er kam mehrfach zu meiner Frau und meinen Kindern, hat damit herumgewedelt. Ich habe ihm gesagt, dass er damit aufhören soll. Daraufhin wollte er sogar meine Kinder angreifen“, erklärt der 31-Jährige. 

Kurz darauf beobachtet Haval I. wie der spätere Täter zu Anja N. geht. Er soll ihr gesagt haben, wie schön ihre Tattoos seien. Nachdem ihn die 34-jährige Mutter jedoch ignoriert hatte, soll Jackson B. die junge Frau direkt vor den einfahrenden Zug geschubst haben. Direkt danach will er flüchten, doch Haval I. schreitet ein. „Ich habe ihn gepackt und zu Boden geworfen. Er hat sich gewehrt, wollte entkommen. Dann habe ich ihm zwei Schläge verpasst. Ein türkischer Mann kam dazu und half mir, ihn festzuhalten“, erklärt der Familienvater. Kurz darauf kam dann die Polizei, nun wird gegen Jackson B. ermittelt. 

Blumen und Kerzen stehen an den Gleisen am Bahnhof in Voerde (NRW). Eine 34-Jährige wurde von einem Mann vor einen einfahrenden Zug gestoßen und getötet.

Bahnsteig-Mord in Voerde: Augenzeugen schildern erschütternde Details

Update vom 22. Juli 2019, 14.01 Uhr: Die 34-jährige Mutter hatte keine Chance. Der tödliche Stoß kam für das Opfer offenbar völlig überraschend. Augenzeugen berichteten der Polizei von der tödlichen Attacke am Bahnsteig in Voerde. Der Täter soll sich der Frau wortlos von hinten genähert haben, dann habe er sie auf das Gleis gestoßen. 

„Einfach so. Er hat nicht vorher mit ihr gesprochen, geredet. Er soll zu ihr hingegangen sein und sie gestoßen haben“, sagte Polizeisprecherin Jacqueline Grahl am Montag gegenüber der Nachrichtenagentur dpa.

Voerde: Bahnsteig-Mord: Polizei nennt neue Details zum Tatverdächtigen 

Update vom 22. Juli 2019, 13.23 Uhr: Diese Tat ist einfach unfassbar. Eine 34-jährige Mutter ist tot. Sie stand am Samstagmorgen am Bahngleis in Voerde und wartete auf den Regionalexpress, so die Polizei. Ein 28-Jähriger schubste die Frau dann heimtückisch und aus reiner Mordlust vor den einfahrenden Zug, so der Vorwurf der Staatsanwaltschaft. Der Tatverdächtige sitzt seit Sonntag wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft. 

Wie die Polizei nun mitteilt, war der 28-Jährige aus Hamminkeln schon vorher gewalttätig. Er sei der Polizei unter anderem wegen Diebstahls und Körperverletzungen bekannt gewesen, sagte eine Polizeisprecherin gegenüber der Nachrichtenagentur dpa am Montag. In der Vergangenheit habe der 28-Jährige zwei Freiheitsstrafen als Ersatz für Geldbußen verbüßt. 

Bahnsteig-Mord in Voerde: Iraker fixiert mutmaßlichen Mörder

Zeugen hielten den mutmaßlichen Täter bis zum Eintreffen der Polizei am Bahnsteig fest. Wie focus.de berichtet, stürzte sich ein 31-jähriger Iraker auf den mutmaßlichen Mörder und fixierte ihn. Diesem mutigen Einsatz zollte die Polizei Duisburg Respekt. „Der Täter war in diesem Moment unberechenbar. „Wer weiß, was passiert wäre, wenn er vom Bahnhof geflohen wäre“, sagte ein Ermittler der Duisburger Kripo gegenüber dem Newsportal. Der Mann habe demnach den Vorfall eher durch Zufall am Bahnsteig beobachtet und dann aber sofort reagiert.

Voerde: Bahnsteig-Mord macht fassungslos: So trauert der Ehemann um seine Frau 

Update vom 21. Juli 2019: Einen Tag nach einem tödlichen Schubser vor einen einfahrenden Zug im Bahnhof in Voerde hat das Amtsgericht Duisburg Haftbefehl wegen Mordes erlassen. Der Beschuldigte 28-Jährige soll nach Ansicht der Staatsanwaltschaft eine 34-jährige Mutter aus Voerde heimtückisch und aus Mordlust am Samstagmorgen ins Gleisbett vor einen einfahrenden Zug gestoßen haben, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Sonntag gemeinsam mitteilten. 

Täter und Opfer kannten sich demnach vor dem Angriff nicht. Auch gab es auf dem Bahnsteig keinen Streit zwischen den beiden, so die Auskunft der Ermittler.

Der Ehemann, der nun mit der 13 Jahre alten Tochter zurückbleibt, schrieb auf Facebook, wie Bild.de berichtet. „Meine Frau wurde heute ermordet. Sie wurde vor einen Zug geschubst, von einem Fremden ohne Grund.“

Nach Angaben der Polizei stammt der Tatverdächtige aus Hamminkeln und sei dort bei den Ermittlern bekannt. Gegenüber Polizei und Haftrichter habe sich der 28-Jährige bislang nicht zu dem Vorwurf geäußert, sagte Marie Fahlbusch von der Staatsanwaltschaft Duisburg am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur.

Voerde: Mann stößt Frau absichtlich vor einfahrenden Zug - mit schrecklichen Folgen

Erstmeldung vom 20. Juli 2019

Voerde - Nach Angaben der Polizei wurde die 34-Jährige von dem Regionalexpress überrollt und starb noch vor Ort. Augenzeugen konnten den 28-jährigen Täter demnach bis zum Eintreffen der Beamten festhalten, die Polizei nahm ihn fest. Er ist demnach polizeibekannt.

Zum Hintergrund der Tat war zunächst nichts bekannt, das Polizeipräsidium Duisburg nahm Mordermittlungen auf. Der Lokführer sowie Augenzeugen und Angehörige wurden von der Notfallseelsorge betreut. Die Bahnstrecke wurde vorerst gesperrt, für Passagiere wurde ein Ersatzverkehr eingerichtet.

Am Bahnsteig in Voerde (NRW) hat ein Mann eine Frau vor einen einfahrenden Regionalexpress geschubst. Die Frau wurde vom Zug überrollt und starb noch im Gleisbett.

Eine Tragödie erschüttert London: Ein 17-Jähriger soll einen Jungen (6) aus dem zehnten Stock von einer Aussichtsplattform der Tate Modern geworfen haben. 

Am Frankfurter Hauptbahnhof hat ein Mann jetzt ein Kind vor einen ICE gestoßen - „massiver“ Großeinsatz der Polizei. 

Horst Seehofer äußert sich zum Mordfall in Frankfurt. Neue Details über den Täter werden bekannt - Innenminister will „Maßnahmen ergreifen“.

AFP/dpa/ml

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