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Blick auf die Berliner Schlosspark-Klinik. 

Angreifer sprach von "Blutrausch"

Nach Weizsäcker-Mord: "Ins Messer gegriffen" - Verletzter Polizist schildert die Sekunden der Tat

Der Berliner Chefarzt Fritz von Weizsäcker wird während eines Vortrags erstochen. Ein Polizist überwältigt den Angreifer und wird dabei schwer verletzt - jetzt schildert er die Tatereignisse detailliert.

  • Fritz von Weizsäcker wurde nach einem Vortrag erstochen.
  • Der 57-jährige Angreifer wurde festgenommen.
  • Ein Polizist griff ein und wurde dabei verletzt - Nun schildert er den Tathergang detailliert.
  • Update vom 22. November 2019: Erstmals meldet sich derPolizist Ferrid B. (33) zu Wort, der bei dem tödlichen Angriff auf den Berliner Arzt Fritz von Weizsäcker schwer verletzt wurde. Er hatte den 57-jährigen Angreifer, laut bild.de Lagerist bei Amazon, überwältigt. Wie das Nachrichtenportal berichtet, stand der 33-Jährige bei der Tat ganzin der Nähe des Opfers und habe sich mit ihm unterhalten: "Er war sehr nett und hilfsbereit. Er forderte mich auf zu sprechen und hörte mir aufmerksam zu“, wird der Beamte zitiert. 

    Weizsäcker-Angriff: Verletzter Polizist wurde von Ehefrau zu Veranstaltung überredet

    Er habe aus gesundheitlichen Gründen an der Veranstaltung teilgenommen, erklärte B.: „Meine Ehefrau hat mich zu der Veranstaltung überredet. Ich wollte Möglichkeiten finden, abzunehmen und gesünder zu leben. Am nächsten Freitag hätte ich auch einen Sprechstundentermin bei Professor von Weizsäcker gehabt", sagte er bild.de.

    Angriff auf Arzt Fritz von Weizsäcker: Polizist schildert detaillierten Tathergang

    Der LKA-Mann liefert auch detaillierte Einblicke in den Tathergang: Der Täter sei urplötzlich erschienen und habe eine klare Tötungsabsicht gehabt. "Von Weizsäcker bewegte sich fluchtartig links an mir vorbei. Mir war klar, dass ich als Polizist und Mensch handeln musste, um den Doktor und die sich unmittelbar hinter mir befindliche Sitzreihe, ausschließlich ältere Damen und Herren, zu schützen“, schildert der 33-Jährige der Webseite die Momenta der Tat. 

    Er habe sich dann vor den Angreifer gestellt, ihn an den Armen gepackt und in die Messerklinge gegriffen, um weitere Angriffe auf den Arzt zu verhindern. Er habe dabei "tiefe Schnittwunden" erlitten, sagte B.. Doch der Angreifer habe sich losgerissen und auf ihn eingestochen, ihn dabei in Hals und Brustkorb getroffen.

    Fritz von Weizsäcker ermordet: Angreifer redete offenbar wirres Zeug

    Und weiter: „Ich nahm meine zweite Hand, um ins Messer zu greifen, um es ihm aus der Hand zu reißen. Bei dem Gerangel fielen wir beide über die Stühle der ersten Sitzreihe auf den Boden und ich gab alles, um das Messer aus seiner Hand zu bekommen.“ 

    Der Täter habe jedoch eine so enorme Kraft entwickelt, dass er sich nicht sicher gewesen sei, ob er es schaffen würde. Dann habe Ferrid B. dem Täter die Waffe aber doch entreißen können. Dieser habe dann angefangen,wirres Zeug zu reden: Von einem Blutrausch, der Einnahme von 'Orange Blue' und dem Wissen um eine nun folgende lange Haftstrafe habe der Angreifer gesprochen, berichtet bild.de unter Berufung auf Ferrid B. Der Mörder habe keine Anstalten gemacht, zu fliehen. 

    Nachdem der LKA-Polizist seine Kollegen zur Hilfe gerufen habe, sei er selbst zusammengebrochen - erst dann habe er gemerkt, dass ihm schwindlig sei und dieSchmerzen in Händen und Hals gespürt.

    Von Weizsäcker-Angriff: Verletzter Polizist muss erneut operiert werden

    Ursprungsmeldung vom 21. November 2019: Berlin - Ein Polizist, der beim tödlichen Angriff auf den Berliner Arzt Fritz von Weizsäcker verletzt wurde, ist nach Polizeiangaben erneut operiert worden. Es gehe ihm "den Umständen entsprechend".

    Der 33-Jährige habe nachoperiert werden müssen, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag. Der Beamte sei aber nicht in Lebensgefahr. Er war privat beim Vortrag von Weizsäckers in der Schlosspark-Klinik gewesen und hatte den Angreifer überwältigt.

    Fritz von Weizsäcker ermordet: Polizist greift bei Angriff ein

    Der Angreifer verletzte den Mediziner und Sohn des früheren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker mit einem Messer am Hals tödlich. Der Polizist kam in ein Krankenhaus und wurde operiert. Sein Eingreifen verdiene "allergrößten Respekt", betonte die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Berlin. Man hoffe, dass sowohl seine schweren körperlichen als auch die seelischen Wunden "schnellstmöglich und vor allem vollständig verheilen".

    Der Angreifer wollte sich an der Familie Weizsäcker rächen

    Der Angreifer, ein 57-Jähriger aus Rheinland-Pfalz, wurde unmittelbar nach der Tat festgenommen. Wegen einer akuten psychischen Erkrankung erließ ein Richter am Mittwoch einen sogenannten Unterbringungsbefehl - der Mann wurde in eine Psychiatrie gebracht. Wo das sei, sagte die Staatsanwaltschaft nicht. Das Motiv des Angreifers liege in einer "wohl wahnbedingten allgemeinen Abneigung des Beschuldigten gegen die Familie des Getöteten", hieß es von den Ermittlern.

    Der ehemalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker starb am 31. Januar 2015. Sein Sohn Fritz von Weizsäcker soll seine letzte Ruhe nun direkt neben seinem verstorbenen Vater auf dem Waldfriedhof in Berlin Dahlem finden.

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