+
Für drei der vier Insassen kam jede Hilfe zu spät.

Rückreise von Jugendfreizeit

Tod vorm Tunnel: Betreuer sterben bei Busunfall

Hannover - Auf der Rückfahrt von einer Jugendfreizeit haben die vier Ostfriesen mit dem Kleinbus ihrer Kirchengemeinde Graz erreicht. Dort endet ihre Reise abrupt: Vor dem Bus steht der Verkehr an einer Tunneleinfahrt.

Auf der Rückfahrt von einer Ferienfreizeit in Kroatien ist am Freitag der Kleinbus einer ostfriesischen Kirchengemeinde schwer verunglückt. Drei Menschen starben an der Unfallstelle in Österreich. Der vierte Mitfahrer wurde lebensgefährlich verletzt. Der 24-Jährige liege immer noch in kritischem Zustand auf der Intensivstation einer Klinik in Graz, teilte eine Sprecherin am Sonntag mit.

44 weitere Teilnehmer der Freizeit waren am Freitagnachmittag mit einem Reisebus wohlbehalten wieder in Ostfriesland eingetroffen. Der Schock unter den Reisenden war groß, noch am Abend versammelten sie sich und gedachten der Verunglückten. „Die Jugendlichen und die Betreuer haben in den zwei Wochen zuvor Schönes und Wunderbares erlebt und dann überfällt uns dieses Grausame“, sagte der Superintendent des Kirchenkreises Rhauderfehn, Gerd Bohlen.

Die 20 Gemeinden des Kirchenkreises gedachten in den Gottesdiensten am Sonntag der Verunglückten mit Fürbitten. Auch Niedersachsens Landesbischof Ralf Meister zeigte sich angesichts des Unfalls bestürzt. „Meine Gedanken und Gebete sind bei dem schwer verletzten Mitarbeiter und seinen Angehörigen und den Familien und Freunden der Verstorbenen“, teilte er am Sonntag mit.

Der verunglückte Kleinbus war in der Nacht zum Freitag auf der Pyhrn-Autobahn bei Graz auf einen Lastzug geprallt. Nach Angaben der Polizei hatte der Lastwagen an einer roten Ampel vor dem Gratkorntunnel gehalten. Bei den Toten handelt es sich um den Fahrer und zwei Frauen, die auf dem Rücksitz starben.

Der Kleinbus hatte am Donnerstag den Rückweg von der kroatischen Mittelmeerküste angetreten. Im Auto saßen eine hauptamtliche und drei ehrenamtliche Mitarbeiter, die die Jugendfreizeit begleitet hatten. Eine 45-jährige Frau aus Barßel, eine 61-Jährige aus Ostrhauderfehn und ein 22-Jähriger aus Westoverledingen kamen ums Leben.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Neue Energiequelle: China bohrt nach "brennbarem Eis"
Entlang der Ozeanränder lagern enorme Mengen Erdgas - gebunden als Methanhydrat. Nach Japan hat nun auch China die Ressource erstmals erfolgreich angezapft. …
Neue Energiequelle: China bohrt nach "brennbarem Eis"
News-Ticker zum mutmaßlichen Terrorakt in Manchester: "Ich rannte um mein Leben"
Bei einem Konzert von Ariana Grande in Manchester hat sich mindestens eine Explosion ereignet. Die Polizei hat 19 Tote bestätigt, zahlreiche Menschen wurden verletzt. …
News-Ticker zum mutmaßlichen Terrorakt in Manchester: "Ich rannte um mein Leben"
So verzweifelt suchen Eltern im Netz nach ihren Kindern
Nach der grausamen Explosion bei einem Ariana Grande-Konzert in Manchester mit 19 Toten suchen viele Eltern verzweifelt nach ihren Kindern.
So verzweifelt suchen Eltern im Netz nach ihren Kindern
19 Tote in Manchester: Das sind die ersten Reaktionen
Die verheerende Explosion bei einem Konzert der amerikanischen Popsängerin Ariana Grande im britischen Manchester hat in der Musikwelt eine Welle des Mitgefühls …
19 Tote in Manchester: Das sind die ersten Reaktionen

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion