Weißer Ring warnt

Vorsicht! Neue Betrugsmasche mit "110" auf Display

Mainz - Die Opferschutzorganisation Weißer Ring warnt vor einer neuen Variante des Telefonbetrugs. Dabei kann durchaus "110" auf dem Display erscheinen.

Demnach geben sich die Anrufer als Polizisten aus und erzählen von einer vermeintlichen rumänischen Diebesbande, die es auf das Opfer abgesehen habe. „Das Opfer wird dabei durch Penetranz und beständiges Vorgaukeln einer Notsituation in einen permanenten Alarmzustand versetzt und immer weiter eingeschüchtert“, teilte die Bundesgeschäftsführerin des Weißen Rings, Bianca Biwer, in Mainz mit.

Immer wieder, teilweise im Viertelstundentakt, werde das Opfer angerufen. Die Betrüger schafften es mit einem technischen Trick, auf dem Display des Angerufenen die Notrufnummer 110 erscheinen zu lassen. Um sich schützen, solle das Opfer zur Bank gehen, Geld abheben und es dann übergangsweise einem Polizeikurier in Zivil übergeben, gaukeln die Betrüger demnach vor.

Wer es mit einem solchen Anruf zu tun bekomme, solle sich nicht einschüchtern lassen, rät der Weiße Ring. Wichtig sei, beim Telefonat den Namen des Anrufers, seine Funktion sowie gegebenenfalls seine Dienststelle abzufragen und sich zu notieren. Danach solle man zur Kontrolle bei der Institution anrufen, mit der scheinbar gerade gesprochen wurde.

Vor ähnlichen Anrufen falscher Polizisten hatte kürzlich auch das Bundeskriminalamt (BKA) gewarnt. Telefonbetrüger - häufig organisierte Banden - zeigen einen großen Einfallsreichtum. Seit Jahren versuchen etwa sogenannte Enkeltrick-Betrüger, Geld zu erbeuten, indem sie sich als nahe Verwandte ausgeben und eine Notsituation vorgaukeln.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Todes-Drama auf der A67: Zeugen schildern Geschehnisse anders
Zwei Tage nach dem Geisterfahrer-Unfall bei Rüsselsheim werden neue Details bekannt. Das Drama mit drei Toten ereignete sich anders als zunächst gedacht - doch viele …
Todes-Drama auf der A67: Zeugen schildern Geschehnisse anders
Nach Erdbeben: Suche nach Verschütteten in Mexiko-Stadt dauert an
Nicht ganz eine Woche liegt das schwere Erdbeben in Mexiko zurück. Die Suche nach Verschütteten dauert in der Hauptstadt Mexiko-Stadt noch immer an.
Nach Erdbeben: Suche nach Verschütteten in Mexiko-Stadt dauert an
Silberschatz aus der Wikingerzeit auf Sylt entdeckt
Schleswig (dpa) - Archäologen haben auf der Nordseeinsel Sylt einen Silberschatz aus der Wikingerzeit entdeckt. "Das ist einer der größten Silberschatzfunde aus …
Silberschatz aus der Wikingerzeit auf Sylt entdeckt
Polizei schreibt Umweltsünder an
Die illegale Ablagerung von Bauschutt sorgt für Ärger bei der Polizei Heilbronn. Diesem machte sie mit einer genialen Aktion Luft.
Polizei schreibt Umweltsünder an

Kommentare