Tausende auf der Flucht

Blitze in der Aschewolke: Vulkan Taal kurz vor dem Ausbruch - Bilder zeigen Ausmaß der Gefahr

Der Vulkan Taal nahe der philippinischen Hauptstadt droht auszubrechen. Tausende Menschen sind bereits auf der Flucht - es könnten noch viele mehr werden. Am Sonntag kam es zu Blitzen in der Aschewolke.

  • Auf den Philippinen nahe der Hauptstadt Manila droht ein gefährlicher Ausbruch des Vulkans Taal. 
  • Der Vulkan bedeckt Mensch und Natur kilometerweit mit Ascheregen. Rund 200.000 Menschen müssten fliehen, falls es schlimmer wird. Zehntausende sind bereits auf der Flucht. 
  • Am Wochenende kam es zu Blitzen in der Rauchwolke des Vulkans.

Manila - Auf den Philippinen könnte ein gefährlicher Vulkan Hunderttausende Menschen in die Flucht treiben. Aus dem nahe der Hauptstadt Manila gelegenen Vulkan Taal ergoss sich am Montag Lava. Das seismologische Institut Phivolcs warnte vor einem sehr gefährlichen Ausbruch, der noch kommen könnte. Es galt wie bereits Sonntag die Warnstufe 4 von 5. Über Nacht seien mindestens 75 vulkanische Beben registriert worden.

Der deutsche Wetterexperte Jörg Kachelmann hat auf Twitter Satellitenbilder des Vulkanausbruchs geteilt, sodass das tragische Ausmaß auch von oben zu sehen ist. Zahlreiche Bilder bezeugen derzeit das Leid der Menschen, die von dem Ausbruch betroffen sind. 

Am Flughafen von Manila wurde wegen des Ascheregens der Betrieb zeitweise eingestellt. Mehr als 200 Flüge ins In- und Ausland wurden gestrichen. Die Wolke reichte aus dem Vulkan bis zu 15 Kilometer in die Höhe.

Vulkanausbruch auf den Philippinen - 200.000 Menschen in Gefahr. 

Philippinen/Manila: Vulkanausbruch steht kurz bevor - 200.000 Menschen in Gefahr

Der Vulkan Taal liegt auf der philippinischen Hauptinsel Luzon etwa 66 Kilometer südlich von Manila in der Provinz Batangas. Er ist ein beliebtes Ziel von Touristen, vor allem wegen des im Vulkankessel gelegenen Sees samt Insel. Der letzte vergleichbare Ausbruch liegt dort mehr als 40 Jahre zurück.

Philippinen/Manila: Tausende Menschen sind auf der Flucht.

Die Behörden schätzten, dass mindestens 200.000 Menschen fliehen müssen, falls es schlimmer wird. Bereits 45.000 Menschen hatten sich schon in Sicherheit bringen müssen, darunter Touristen. In Calamba kam am Montag ein Mann bei einem Verkehrsunfall im Ascheregen ums Leben, drei Menschen wurden laut Polizei verletzt.

Vulkanausbruch auf den Philippinen - Mensch und Natur mit Asche bedeckt. 

Asche und Steine regneten auf Häuser, Straßen, Autos und Bäume. Durch den Regen verwandelte sich die Asche in Schlamm. Der Schulunterricht in der Region fiel aus, Behörden schlossen. Antonia Bornas, die leitende Vulkan-Beobachterin beim Institut Phivolcs, sagte, es sei noch nicht klar, wie lange der aktuelle Ausbruch dauern werde.

Vulkanausbruch auf den Philippinen - Mensch und Natur mit Asche bedeckt

Der Taal ist nach dem Mayon der zweitaktivste Vulkan des südostasiatischen Inselstaats. Laut dem philippinischen Institut Phivolcs ist er seit dem Jahr 1572 insgesamt 33 Mal ausgebrochen. Der bislang letzte große Ausbruch war 1977, der verheerendste 1911 - damals starben mehr als 1300 Menschen.

Vulkan Taal auf den Philippinen - das tragische Ausmaß

Ein Vulkanausbruch in Neuseeland hat im vergangenen Jahr Menschenleben gefordert. So sollten sich Touristen bei einem Vulkanausbruch verhalten. 

Rubriklistenbild: © dpa / Aaron Favila

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