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NASA-Experten: Vulkan-Explosion vor Tonga war Hunderte Male stärker als Hiroshima-Atombombe

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Von: Patrick Huljina

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Der Vulkanausbruch vor Tonga war gewaltig. Laut der NASA war die freigesetzte mechanische Energie um ein Vielfaches höher als bei der Hiroshima-Atombombe.

Nuku‘alofa - Am 15. Januar ist vor Tonga der Untersee-Vulkan Hunga-Tonga-Hunga-Ha‘apai ausgebrochen. Es war laut Experten eine der weltweit schwersten Eruptionen seit Jahrzehnten. Der ohrenbetäubende Knall war Tausende Kilometer weit zu hören. Eine gigantische Wolke aus Asche und Gas wurde wie einen Atompilz kilometerweit in die Höhe geschleudert. Laut der Regierung von Tonga löste der Vulkanausbruch einen bis zu 15 Meter hohen Tsunami aus. Dieser sorgte auf den Südsee-Inseln für Zerstörung. Die Tsunami-Wellen erreichten sogar weit entfernte Regionen wie Alaska, Japan und Südamerika.

Laut der neuseeländischen Forscherin Emily Lane handelte sich um den ersten durch einen Vulkanausbruch ausgelösten pazifikweiten Tsunami seit der verheerenden Eruption des Krakatau in Indonesien im Jahr 1883 mit geschätzten 36.000 Toten. Alleine das zeigt die Energie, die beim Ausbruch des Untersee-Vulkans freigesetzt wurde.

Vulkanausbruch vor Tonga: Explosion Hunderte Male stärker als Hiroshima-Atombombe

Forscher der US-Raumfahrtbehörde NASA erklärten nun, der Vulkanausbruch vor Tonga sei mehrere Hundert mal stärker als die Sprengkraft der Atombombe über Hiroshima gewesen. „Dies ist eine vorläufige Schätzung, aber wir glauben, dass die durch den Ausbruch freigesetzte Energiemenge etwa 4 bis 18 Megatonnen TNT entsprach“, sagte NASA-Wissenschaftler Jim Garvin.

Die Explosion habe damit Hunderte Male mehr mechanische Energie freigesetzt als die nukleare Explosion, die die japanische Stadt Hiroshima 1945 weitgehend zerstörte. Die damals abgeworfene Atombombe „Little Boy“ hatte eine Sprengkraft von etwa 13 Kilotonnen TNT.

Nach der Eruption vor Tonga zeigen Satellitenbilder, dass eine erst 2015 bei einem monatelangen Ausbruch des Vulkans entstandene Insel gänzlich verschwunden ist. Sie sei vom jetzigen Ausbruch förmlich „ausgelöscht“ worden, so die NASA. Lediglich zwei kleine, voneinander getrennte Landmassen seien noch übrig. Forscher entdeckten infolge des Vulkanausbruchs zudem mysteriöse Wellen in der Atmosphäre.

Zerstörung auf Tonga infolge des Vulkanausbruchs.
Der Vulkanausbruch und der darauffolgende Tsunami sorgten auf Tonga für Zerstörung. © Xinhua/IMAGO

Tonga: Vulkanausbruch sorgt für große Zerstörung

Tongas Regierung bestätigte bislang drei Tote und mehrere Verletzte. Schätzungsweise seien 84 Prozent der rund 105.000 Bewohner auf allen Inseln Tongas von dem Ascheregen und dem Tsunami betroffen. Der Sender Radio New Zealand berichtete am Dienstag (25. Januar), es gebe die Sorge, dass viele Menschen in dem Südsee-Staat ein psychologisches Trauma durch das Erlebte davongetragen hätten. Ein Reporter vor Ort erklärte, zahlreiche Menschen seien noch immer sichtlich schockiert: „Manche Leute starren nur noch vor sich hin“.

Vor allem in Küstennähe sind die Zerstörungen gewaltig. Der Tsunami hat zahlreiche Häuser dem Erdboden gleichgemacht, Bäume umgerissen und ganze Landstriche verwüstet. Die normalerweise so farbenfrohen Südsee-Inseln sind von einer Ascheschicht bedeckt. Beobachter sprachen nach dem Vulkanausbruch von einer „Mondlandschaft“. Die Kommunikation mit den Inseln brach infolge der Eruption zunächst zusammen und ist laut Regierungsangaben weiter eine „eine akute Herausforderung“ und nur teilweise möglich. (ph mit dpa)

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