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Der Grimsvotn  auf Island.

Island: Luftraum nach Vulkanausbruch gesperrt

Grimsvotn - Nach dem Ausbruch des aktivsten Vulkans Islands ist der Luftraum über dem Gebiet gesperrt. Die Eruption wurde von meheren Erdbeben begleitet. Eine Rauchwolke wuchs mehrere tausend Meter in den Himmel.

Im Umkreis von 220 Kilometern um den Vulkan sei der Luftraum geschlossen, teilte die isländische Luftverkehrskontrolle mit. Die Eruption des Vulkans Grimsvötn wurde von mehreren kleineren Erdbeben begleitet, wie der isländische Wetterdienst am Samstagabend mitteilte. Ein Augenzeuge berichtete, die Rauchwolke sei schnell mehrere tausend Meter in den Himmel gewachsen. Inzwischen ist sie über 17 Kilometer hoch.

Bei der Sperrung des Luftraums handele es sich um eine Routinemaßnahme, teilte eine Sprecherin der Luftverkehrskontrolle mit. Die Rauchwolke habe die Flughöhe von Passagierflugzeugen erreicht und es seien Maßnahmen eingeleitet worden, um den Flugverkehr südlich der Flugverbotszone vorbeizuleiten, sagte sie. Der Wind treibe die Asche nach Norden. Der europäische Luftraum werde deshalb in den kommenden Tagen kaum betroffen sein, hieß es. Die vergangenen Ausbrüche des Grimsvötn hatten keinen großen Einfluss auf den Flugverkehr. Die Folgen für die Bevölkerung werden sich voraussichtlich auch in Grenzen halten: In 100 Kilometern Umkreis um den Grimsvötn leben keine Menschen.

Die Vulkanasche des Eyjafjallajökull legte Flugverkehr in Europa lahm

Vulkanasche legt Flugverkehr in Europa lahm

Vor gut einem Jahr hatten nach dem Ausbruch des Vulkans Eyjafjallajökull über Europa treibende Aschewolken tagelang zu Sperrungen des Luftraums geführt und für ein Chaos im internationalen Flugverkehr gesorgt. Schätzungsweise waren damals zehn Millionen Flugpassagiere weltweit betroffen.

Experten erwarten kein Reisechaos

Experten gehen aber davon aus, dass die Eruption des Grimsvötn kein derartiges Reisechaos zur Folge hat wie der spektakuläre wochenlange Ausbruch des Eyjafjallajökull im April vergangenen Jahres.

Páll Einarsson, Geophysiker an der Universität von Island bezeichnete den Ausbruch im vergangenen Jahr aber als seltenen Vorfall. Die Asche des Eyjafjallajökull sei sehr fein gewesen. “Die Asche des Grimsvötn ist gröber und deshalb ungefährlicher, weil sie viel schneller auf die Erde zurück sinkt und nicht so lange in der Luft bleibt wie bei der Eruption des Eyjafjallajökull“, sagte er. Ein Flugzeug der isländischen Küstenwache mit Wissenschaftlern an Bord soll über den Vulkan fliegen und die Lage erkunden.

Der Grimsvötn liegt unter dem Vatnajökull-Gletscher. Nach der Entdeckung von Schmelzwasser hatten Experten seit November einen weiteren Ausbruch des Vulkans erwartet. Wie dramatisch die Auswirkungen des Ausbruchs noch werden, hängt unter anderem davon ab, wie lang die Eruption andauert und wie hoch die Aschewolken in die Luft geschleudert werden. Auch die Windrichtung spielt eine Rolle.

dapd

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