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„Alptraum zu Ende“: Vulkanausbruch auf La Palma offiziell vorbei

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Von: Kerstin Kesselgruber

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Der Vulkanausbruch auf La Palma ist nach 85 Tagen offiziell beendet. Seit Tagen gibt es keine Explosionen und Erdbeben mehr. Doch der Vulkan bleibt unberechenbar.

La Palma – Der Vulkanausbruch auf der Kanareninsel La Palma ist nach Einschätzung von Expertinnen und Experten nach rund drei Monaten beendet. Das teilte das örtliche Notfallkomitee Pevolca bei einer Pressekonferenz mit. „Die Eruption hat 85 Tage und 18 Stunden gedauert“, sagte Julio Pérez von der kanarischen Regionalregierung am Samstag (25.12.2021) vor Journalisten.

Der am 19. September ausgebrochene Vulkan in der Cumbre Vieja war am Abend des 13. Dezembers gegen 22 Uhr plötzlich weitgehend zur Ruhe gekommen. Seither gab es keine explosionsartigen Entladungen mehr, es wurden keine Erschütterungen im Vulkan und kaum noch Erdbeben in der Tiefe gemessen. Rubén López, Vulkanologe am Nationalen Geografischen Institut, schrieb auf Twitter: „Ich freue mich, dass dieser Alptraum für die Insel La Palma zu Ende ist. Jetzt geht es an den Wiederaufbau!“

Vulkan auf La Palma: König Felipe sichert Bevölkerung Unterstützung zu

Auch die Bevölkerung auf La Palma atmet auf. Der spanische König Felipe VI. richtete die ersten Worte seiner Weihnachtsansprache an die Bewohnerinnen und Bewohner der Insel. Er sicherte ihnen seine Solidarität und alle staatliche Unterstützung zu. „Unser Herz und unsere Gedanken bleiben heute bei euch“, sagte er, und sprach von einer „so schmerzhaften und schwierigen Situation“.

Ganz friedlich liegt er zu Weihnachten da: Der Vulkanausbruch auf der Kanareninsel La Palma ist nach rund drei Monaten beendet.
Ganz friedlich liegt er zu Weihnachten da: Der Ausbruch des Vulkans auf der Kanareninsel La Palma ist nach rund drei Monaten beendet. © Cézaro De Luca/dpa

Vulkan auf La Palma bleibt unberechenbar: Notfallkomitee warnt

Pevolca-Sprecher Miguel Ángel Morcuende warnte aber, der immer noch namenlose Vulkan bleibe unberechenbar und könne auch plötzlich wieder zu neuem Leben erwachen. Zudem seien die immer noch austretenden Gase gefährlich. Alle, die zu ihren Häusern in der Nähe des Vulkans zurückkehrten, um Asche zu beseitigen oder wichtige Gegenstände zu sichern, sollten die Gebäude vorher mindestens 15 Minuten gut lüften, berichtete der staatliche TV-Sender RTVE am Samstag.

Seit dem Beginn des Ausbruchs am 19. September hat die mehr als 1000 Grad heiße Lava fast 2900 Wohnhäuser und andere Bauten zerstört. Knapp 1200 Hektar wurden mit einer meterdicken Lavaschicht bedeckt. Mehr als 7000 Bewohnerinnen und Bewohner mussten in Sicherheit gebracht werden, die Schäden werden auf mehr als 900 Millionen Euro geschätzt. (kke/dpa/AFP)

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