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Vulkan Mount St. Helens "lässt Dampf ab"

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- Seattle/Mexico City - Trotz der jüngsten Aktivitäten des Mount St. Helens sehen Geologen keine Gefahr, dass der Vulkan im Nordwesten der USA ausbrechen könnte. Es sei keine Lava ausgetreten, sondern nur eine kleine Menge Asche in die Luft geschleudert worden, sagte Jon Major von der Bundesbehörde Geological Survey am Mittwochabend (Ortszeit). Der Mount St. Helens "lässt nur ein wenig Dampf ab", kommentierte die Zeitung "Seattle Post-Intelligencer Reporter" am Donnerstag.

Derweil erwachte auch der 5452 Meter hohe Popocatepetl bei Mexico City nach einer längeren Ruhepause wieder zum Leben. Ein plötzlicher Ascheregen am Mittwoch löste ein Buschfeuer in der Umgebung aus, das aber unter Kontrolle gebracht wurde, bevor es sich auf nahe liegende Ortschaften ausdehnen konnte. Der Vulkan liegt etwa 70 Kilometer außerhalb der mexikanischen Hauptstadt. Der Popocatepetl gehört wie der Mount St. Helens zu den gefährlichen Vulkanen.

Am Dienstagabend (Ortszeit) war eine über 11 000 Meter hohe Rauchsäule aus dem Mount St. Helens im US-Staat Washington aufgestiegen, Wissenschaftler reagierten alarmiert. Bei einem Helikopter-Überflug stellten die Vulkanologen jedoch fest, dass der im Krater befindliche Lavadom durch die Eruption nicht beschädigt wurde.
Der Mount St. Helens hatte im vergangenen Herbst nach Jahren wieder auf sich aufmerksam gemacht. Dabei war flüssiges Gestein (Magma) aus dem Innern des Vulkans ausgetreten und hatte in dem Krater einen neuen über hundert Meter hohen Lavadom gebildet.

Die jüngste Aktivität wurde zwar als "klein" eingestuft, Geologen verwiesen aber darauf, dass weitere Eruptionen plötzlich und ohne Vorwarnung eintreten können. Dem Austritt der Rauchwolke war ein kleines Erdbeben der Stärke 2 auf der Richterskala vorausgegangen.

Beim letzten verheerenden Ausbruch des Mount St. Helens am 18. Mai 1980 kamen 57 Menschen ums Leben. An diesem Tag flog der Gipfel des Vulkans in die Luft. Seither ist der Berg 400 Meter kleiner, genau 2549 Meter hoch. Was einmal ein schneebedecktes Juwel des Kaskadengebirges war, sah plötzlich aus wie ein düsterer Höllenschlund. Die Vulkanasche wanderte in 15 Tagen rund um den Globus.

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