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Vulkanologe: Es droht ein großer Agung-Ausbruch

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Noch weiß niemand genau, ob der riesige Vulkan Agung auf Bali tatsächlich massiv ausbrechen wird - doch die Anzeichen dafür mehren sich. Tausende Urlauber hängen auf der Insel fest.

Der Vulkan Mount Agung spuckt Rauch und Asche. Wegen der Gefahr eines unmittelbar bevorstehenden Ausbruchs gilt auf Bali derzeit die höchste Alarmstufe. Foto:  Donal Husni
1 / 10Der Vulkan Mount Agung spuckt Rauch und Asche. Wegen der Gefahr eines unmittelbar bevorstehenden Ausbruchs gilt auf Bali derzeit die höchste Alarmstufe. Foto:  Donal Husni © Donal Husni
Warnschilder auf Bali: Der Vulkan Mount Agung steht kurz vor einem Ausbruchs. Foto: Donal Husni
2 / 10Warnschilder auf Bali: Der Vulkan Mount Agung steht kurz vor einem Ausbruchs. Foto: Donal Husni © Donal Husni
Der Vulkan Mount Agung spuckt Rauch und Asche. Foto: Firdia Lisnawati
3 / 10Der Vulkan Mount Agung spuckt Rauch und Asche. Foto: Firdia Lisnawati © Firdia Lisnawati
Nichts geht mehr: Der internationale Flughafen von Bali ist aus Angst vor einem unmittelbar drohenden Ausbruch des Vulkans Mount Agung geschlossen. Foto: James Hall
4 / 10Nichts geht mehr: Der internationale Flughafen von Bali ist aus Angst vor einem unmittelbar drohenden Ausbruch des Vulkans Mount Agung geschlossen. Foto: James Hall © James Hall
Der 3031 Meter hohe Vulkan liegt nur wenige Kilometer vom Meer entfernt. Foto: Donal Husni
5 / 10Der 3031 Meter hohe Vulkan liegt nur wenige Kilometer vom Meer entfernt. Foto: Donal Husni © Donal Husni
Entrücktes Lächeln: Eine Statue ist neben der riesigen Rauchsäule zu sehen, die über dem balinesischen Vulkan Mount Agung aufsteigt. Foto: Josh Edelson
6 / 10Entrücktes Lächeln: Eine Statue ist neben der riesigen Rauchsäule zu sehen, die über dem balinesischen Vulkan Mount Agung aufsteigt. Foto: Josh Edelson © Josh Edelson
Notunterkunft für Menschen aus den evakuierten Gebieten rund um den Vulkan Mount Agung. Foto: Firdia Lisnawati
7 / 10Notunterkunft für Menschen aus den evakuierten Gebieten rund um den Vulkan Mount Agung. Foto: Firdia Lisnawati © Firdia Lisnawati
Auf dem Weg zur Schule: Balinesische Jugendliche klettern auf einen Pick-up, während der Mount Agung im Hintergrund Rauch und Asche spuckt. Foto: Firdia Lisnawati
8 / 10Auf dem Weg zur Schule: Balinesische Jugendliche klettern auf einen Pick-up, während der Mount Agung im Hintergrund Rauch und Asche spuckt. Foto: Firdia Lisnawati © Firdia Lisnawati
Höchste Alarmstufe: Über der Urlaubsinsel Bali steht eine dichte Rauch- und Aschewolke. Der Vulkan Mount Agung droht auszubrechen. Foto: Donal Husni
9 / 10Höchste Alarmstufe: Über der Urlaubsinsel Bali steht eine dichte Rauch- und Aschewolke. Der Vulkan Mount Agung droht auszubrechen. Foto: Donal Husni © Donal Husni
Schon Mitte September flohen rund 130.000 Menschen aus ihren Dörfern. Foto: Josh Edelson
10 / 10Schon Mitte September flohen rund 130.000 Menschen aus ihren Dörfern. Foto: Josh Edelson © Josh Edelson

Denpasar (dpa) - Ein heftiger Ausbruch des Vulkans Agung auf Bali wird nach Expertenansicht immer wahrscheinlicher. Die Aktivität des Berges auf der beliebten Ferieninsel habe eine kritische Phase erreicht.

Das sagte I Gede Suantika vom staatlichen indonesischen Zentrum für Vulkanologie und Schutz vor geologischen Gefahren: «Er steuert auf eine größere Eruption zu.»

Seit Wochen spuckt der Vulkan Asche und Rauch kilometerhoch in die Luft. Tausende Urlauber hängen auf Bali fest, der internationale Flughafen bleibt vorerst geschlossen. Die indonesischen Behörden verlängerten das Flugverbot am Dienstag um einen weiteren Tag, wie ein Sprecher des Flughafens nahe der Insel-Hauptstadt Denpasar mitteilte. Insgesamt seien etwa 60 000 Flugpassagiere betroffen, darunter auch viele Deutsche.

Befürchtet wird, dass Vulkanasche die Triebwerke der Flugzeuge beschädigen könnte. Zudem trieb der Wind Asche auf die Start- und Landebahn des Flughafens. Mehr als 400 Flüge wurden gestrichen.

Aktuell halten sich nach Angaben des Deutschen Reiseverbandes (DRV) mehr als 5500 deutsche Touristen auf Bali auf. Viele hätten längere Aufenthalte gebucht, so dass sie nicht sofort weg müssen. Der Flughafen auf der Nachbarinsel Lombok wurde inzwischen wieder geöffnet.

Die Behörden hatten bereits am Montag etwa 100 000 Menschen aufgerufen, sich in Sicherheit zu bringen. Die Anwohner von zwei Dutzend Dörfern rund um den etwa 3000 Meter hohen Berg im Osten der Insel wurden aufgefordert, ihre Unterkünfte zu verlassen. Allerdings harren immer noch Zehntausende in der Umgebung aus. Viele fürchten, dass es zu Plünderungen kommt und Vieh gestohlen wird.

Wegen der Gefahr eines unmittelbar bevorstehenden Ausbruchs gilt seit Montag die höchste Alarmstufe Rot. Das Gebiet wurde im Umkreis von zehn Kilometern zur Sperrzone erklärt. Über dem Vulkan stand eine gewaltige Rauchwolke von mehr als drei Kilometern Höhe. Immer wieder waren kleinere Eruptionen zu hören. Ob der befürchtete gewaltige Ausbruch tatsächlich kommen wird, können auch die Experten nicht endgültig abschätzen.

Schon Mitte September hatten viele Anzeichen auf eine unmittelbar bevorstehende größere Eruption hingedeutet. Mehr als 130 000 Menschen flohen damals aus ihren Dörfern im näheren Umkreis des Vulkans. Knapp 25 000 leben bis heute in Notunterkünften. Der Vulkan war zuletzt in den Jahren 1963 und 1964 ausgebrochen. Damals kamen mehr als 1100 Menschen ums Leben.

Der Inselstaat Indonesien mit seinen mehr als 250 Millionen Einwohnern liegt auf dem Pazifischen Feuerring. In dem Gebiet treffen verschiedene Platten der Erdkruste aufeinander, es kommt oft zu Erdbeben und vulkanischen Eruptionen. In Indonesien gibt es insgesamt etwa 130 aktive Vulkane.

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