Aschewolke: Flughafen in Berlin dicht

Offenbach - Grímsvötn statt Eyjafjalla: Erneut legt Vulkanasche den Flugverkehr in Deutschland lahm. Über weiten Teilen Nord- und Ostdeutschlands darf seit den frühen Morgenstunden kein Flugzeug fliegen.

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Die Aschewolke aus Island verhindert von Mittwochvormittag an sämtliche Flüge von und nach Berlin. Die Deutsche Flugsicherung (DFS) verhängte am Morgen ein Flugverbot, das von 11 Uhr an bis 14 Uhr gelten soll. Für die Flughäfen in Bremen und Hamburg bestand stundenlang ein Flugverbot. Die Sperrung über dem Hamburger Flughafen ist ab 12.00 Uhr wieder aufgehoben, in Bremen ist der Betrieb bereits wieder aufgenommen worden. Für Hannover gibt es weiterhin keine Beeinträchtigungen. Die Aschewolke des isländischen Vulkans Grímsvötn wirkt sich deutschlandweit auf den Flugbetrieb aus, auch wenn es nicht überall Verbote gibt: So fielen in Frankfurt am Mittwochmorgen bereits 26 Flüge nach Bremen und Hamburg aus.

Faszinierende Bilder: Der Grímsvötn spuckt Asche

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Die Deutsche Lufthansa rechnet wegen der Aschewolke am Mittwoch mit 150 Flugausfällen. Betroffen seien An- und Abflüge an den Flughäfen Hamburg, Bremen und Berlin, erklärte ein Sprecher der größten deutschen Fluggesellschaft am Morgen in Frankfurt. Auch in Stuttgart fielen Flüge in den Norden aus. Insgesamt wickele die Lufthansa täglich rund 2000 Flüge ab.

In Deutschland darf bei einer Aschekonzentration von mehr als 2,0 Milligramm pro Kubikmeter Luft nicht mehr geflogen werden. Ausnahmen sind nur möglich, wenn Triebwerk- und Flugzeughersteller grünes Licht geben.

Ramsauer rechnet nur mit kurzer Beeinträchtigung

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) rechnet mit einer Aufhebung des Flugverbots bis Mittwochnachmittag. Nach Gesprächen mit Experten des Deutschen Wetterdienstes und der Deutschen Flugsicherung sei er zuversichtlich, dass sich die Lage für die Flughäfen in Norddeutschland ab dem Nachmittag entspannen werde, sagte Ramsauer im ARD-“Morgenmagazin“. Da komme wohl “nichts Nennenswertes nach“, fügte er hinzu. Der Verkehrsminister sieht eine “solide rechtliche Basis“ für die wegen der Aschewolke angeordneten Flugverbote.

Seit April vergangenen Jahres, als bereits eine Aschewolke den europäischen Flugverkehr lahmgelegt hatte, sei ein “sehr verfeinertes Regelwerk“ entwickelt worden, sagte Ramsauer weiter. Außerdem liefere ein verlässliches Messnetzwerk die notwendigen Daten über die Aschekonzentrationen in den Lufträumen. Auch andere europäische Länder schlössen sich inzwischen dem deutschen Vorgehen an, wonach bei mehr als zwei Milligramm Asche pro Kubikmeter Luft nicht mehr geflogen werde. “Sicherheit steht an oberster Stelle“, betonte Ramsauer. Er werde auf dem Weltverkehrsforum in Leipzig auf Amtskollegen aus der ganzen Welt treffen und dort erneut auf eine einheitliche europäische Regelung zu Flugverboten dringen.

dapd/dpa

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