+
Festivalbesucher amüsieren sich am 31.07.2013 auf dem Festgelände in Wacken (Schleswig-Holstein).

75.000 Besucher erwartet

Wacken rockt sich mit Rammstein heiß

Wacken - Das Wacken Open Air hat begonnen. Ausgelassen feiern Tausende „Metalheads“ vor den monströsen Boxentürmen der Hauptbühnen. In Wacken beginnt der dreitägige Ausnahmezustand.

Laut, lauter, Wacken: Zehntausende Menschen haben den Start des wohl weltgrößten Heavy-Metal-Festivals im schleswig-holsteinischen Dorf Wacken gefeiert. Bei brüllender Hitze stimmte die Band Skyline am Donnerstag die ersten Akkorde an. Bereits beim ersten Wacken Open Air (W:O:A) 1990 war die Gruppe aufgetreten - damals noch mit Festivalgründer Thomas Jensen an der Bassgitarre. Insgesamt rechnen die Organisatoren mit mehr als 75.000 Besuchern.

Bereits gegen 6 Uhr am Morgen hatten sich die ersten „Metalheads“ vor den Absperrgittern zu den Hauptbühnen postiert. Der Grund: Rammstein. Die Rocker sollten zwar erst am Abend aufspielen - wer dabei aber vorne stehen wollte, musste rechtzeitig aufstehen. „Und wenn die Tore aufgehen, dann heißt es rennen, rennen, rennen bis zur Bühne“, sagte eine der Wartenden. Für die Rammstein-Show hatten die Veranstalter eine der beiden „Stages“ nochmals erweitern lassen. Ob auch Schlagersänger Heino an der Show beteiligt sein würde, war vor Beginn unklar. Die „Bild“-Zeitung hatte darüber berichtet, die Veranstalter wollten sich nicht offiziell äußern.

Lesen Sie auch:

Wacken-Besucher können Klo fürs Zelt mieten

Zuvor hatte es in Wacken wieder geregnet. Es entstanden die Schlammpfützen, für die das Festival fast schon berühmt ist. Ungefährlich sei das nicht, sagte eine Sprecherin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) - Ausrutscher und Knochenbrüche seien an der Tagesordnung. Insgesamt seien seit Anfang der Woche bereits rund 900 Menschen medizinisch versorgt worden, oft aufgrund kleinerer Blessuren. Die angekündigte Hitze könnte jedoch weitere Probleme schaffen, so die Sprecherin. „Dann heißt es viel trinken“, sagte sie. Und zwar besser keinen Alkohol.

Die Polizei vermeldete einen friedlichen Festivalstart. Allerdings habe es bis Donnerstagmittag mehrere Diebstähle gegeben. Aus Zelten seien Bargeld, Handys oder Digitalkameras verschwunden. „Machen sie es wie "Onkel Dagobert": Schlafen Sie am besten auf ihrem Geld“, riet ein Sprecher den Campern.

Die inoffizielle Eröffnung des Festivals hatten die „Metalheads“ bereits am Mittwochabend gefeiert, als die rund 40 Mitglieder der örtlichen Feuerwehrkapelle mit ihrer Blasmusik loslegten. Die Truppe hat beim Wacken Open Air Kultstatus. Immer wieder schallten „Wacken, Wacken, Feuerwehr!“-Rufe über das Gelände. Die „Firefighters“ dankten unter anderem mit einigen zünftigen Klassikern.

Das Wacken Open Air ist nach Angaben der Veranstalter das größte Heavy-Metal-Festival der Welt. 120 Bands spielen, auf 220 Hektar Kuhweide können sich bis zu 108.000 Menschen tummeln. Die 24. Ausgabe war so früh ausverkauft wie keine zuvor.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Terror-Angst in Barcelona: Rasender LKW mit Schüssen gestoppt
Barcelona - Plante er einen Anschlag? Nach einer wilden Verfolgungsjagd haben Polizisten in Barcelona den Fahrer eines mit Gasflaschen beladenen LKW durch Schüsse zum …
Terror-Angst in Barcelona: Rasender LKW mit Schüssen gestoppt
Mehr Menschen denn je reisten 2016 mit Bus, Bahn, Flugzeug
Sie sind mobil wie nie: Die Bundesbürger sind im vergangenen Jahr öfter in Busse, Bahnen oder Flugzeuge gestiegen als je zuvor. Vor allem im Fernverkehr war der Zuwachs …
Mehr Menschen denn je reisten 2016 mit Bus, Bahn, Flugzeug
Unicef: 1,4 Millionen Kindern droht Hungertod
New York - Das UN-Kinderhilfswerk Unicef schlägt Alarm: In vier afrikanischen Ländern könnten rund 1,4 Millionen Kinder dieses Jahr nicht überleben, weil sie nicht genug …
Unicef: 1,4 Millionen Kindern droht Hungertod
„Bin ich denn der Einzigste hier, wo Deutsch kann?“ Hoffentlich nicht.
Mit Ihrem Coffee to go sind Sie noch schnell in die Bahn gejumpt. „Das ist Raubbau an unserer Sprache.“ Ein Gastbeitrag von Autor Andreas Hock am Tag der Muttersprache - …
„Bin ich denn der Einzigste hier, wo Deutsch kann?“ Hoffentlich nicht.

Kommentare