Im Garten vergraben

Wächter töten Schweizer Ehepaar in Ägypten

Hurghada - Im ägyptischen Badeort Hurghada ist ein Schweizer Ehepaar offenbar von den Wächtern ihres Feriendomizils beraubt und ermordet worden.

Polizisten fanden die Leichen am Donnerstagabend vergraben im Garten des Hauses, wie die ägyptischen Behörden am Freitag bestätigten. Die beiden Schweizer sollen im Rentenalter gewesen sein und sich in Hurghada niedergelassen haben, berichteten Medien in Kairo.

Ein Wächter der Villa und sein Freund wurden unter dringendem Tatverdacht festgenommen. Bei ihnen seien Wertgegenstände gefunden worden, die aus dem Haus der beiden Schweizer stammen sollen. Nach einem dritten Verdächtigen werde noch gesucht, hieß es. Die Polizei in Hurghada suchte nach den Dauerurlaubern, nachdem Nachbarn gemeldet hatten, die beiden schon seit Tagen nicht mehr gesehen zu haben.

Nach dem Umsturz im Jahr 2011 und einem Militärcoup im vergangenen Juli gilt die Lage in Ägypten als instabil. Ausgesprochene Urlaubsgebiete wie Hurghada am Roten Meer oder Scharm el-Scheich an der Südspitze der Halbinsel Sinai werden allerdings weiterhin als sicher betrachtet. Das Auswärtige Amt empfiehlt in Ägypten generell Vorsicht, rät aber von Reisen in die genannten Urlaubszentren derzeit nicht ab.

Der Fremdenverkehr in Ägypten hat aber wegen der Unruhen und der zum Teil schlechten Sicherheitslage in den letzten drei Jahren einen empfindlichen Rückgang hinnehmen müssen. Kamen nach offiziellen Angaben 2010 noch 14,7 Millionen Touristen ins Land, so waren es im Jahr darauf 9,8 Millionen und 2012 etwa 11,5 Millionen. 13 Prozent der Arbeitskräfte sind direkt oder indirekt vom Fremdenverkehr abhängig.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Nach Lawinenunglück: Diskussion über Behördenversagen
Die Liste der Vorwürfe ist lang. Warum kam kein Räumfahrzeug zum verschneiten Hotel? Wurden Notrufe abgetan? Das Lawinenunglück in Italien ist ein Fall für die …
Nach Lawinenunglück: Diskussion über Behördenversagen
Auswärtiges Amt warnt vor Waldbränden in Chile
Berlin/Santiago - Über 50 Brände sind am lodern, die Hauptstadt Santiago mit Rauch bedeckt: Die Waldbrände in Chile verschlimmern sich. In verschiedenen Regionen hat die …
Auswärtiges Amt warnt vor Waldbränden in Chile
Mehrere Tote bei Bootsunglück vor der Küste Malysias
Kuala Lumpur - Bei einem Bootsunglück vor der Küste Malaysias sind möglicherweise bis zu 40 Menschen umgekommen. Aufdem gekenterten Boot befanden sich illegale …
Mehrere Tote bei Bootsunglück vor der Küste Malysias
Terrorverdächtiger aus Neuss plante keinen unmittelbaren Anschlag
Neuss - Der festgenommene Terrorverdächtige aus Neuss plante wohl aktuell keinen Anschlag. Sein 17-jähriger Komplize in Wien jedoch wird weiter von der Polizei verhört. …
Terrorverdächtiger aus Neuss plante keinen unmittelbaren Anschlag

Kommentare