Auch russische Invasion befürchtet

Waffenarsenal aus Angst vor Bürgerkrieg

Frankfurt/Main - Mit Angst vor Russland und einem Bürgerkrieg hat ein Waffensammler in Hessen die Anlage eines gewaltigen Kriegswaffenarsenals begründet.

Zum Auftakt ihres Prozesses sagte einer der beiden Angeklagten am Mittwoch in Frankfurt: „Uns war klar: Ein gewaltiges Blutvergießen wie damals in Jugoslawien kann es auch hier geben“.

Darüber hinaus hätten sie eine russische Invasion gefürchtet, fügte der 49-Jährige hinzu. „Obwohl der Präsident Jelzin doch so friedlich mit Bundeskanzler Kohl spazieren ging“, wandte der Vorsitzende Richter ein. Der andere Angeklagte schwieg.

Ein weiterer Mittäter hatte die Polizei im November vergangenen Jahres zu der Wiese in Finsternthal im Taunus geführt, wo in einem Erdloch Dutzende von Sturmgewehren, Handgranaten und Maschinenpistolen sowie rund 30 000 Schuss Munition lagerten. Die Männer besaßen einige der Waffen bereits seit den 1990er Jahren.

Vor dem Prozess waren beide Angeklagte psychiatrisch untersucht worden. Die Ärzte fanden allerdings keine Auffälligkeiten. Die Angeklagten gelten deshalb als schuldfähig. Sie müssen sich unter anderem wegen Verstößen gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz verantworten. Das Gericht hat noch zwei Verhandlungstage vorgesehen.

dpa

Rubriklistenbild: © dapd (Symbolbild)

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