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Für Wahrsager war 2012 kein gutes Jahr ...

... und was 2013 passieren soll

So lagen die Wahrsager 2012 daneben

Roßdorf - Wahrsager sagten Naturkatastrophen voraus, Anschläge auf US-Präsidenten - immer wieder auch den Total-Zusammenbruch der Wirtschaft. Sie lagen auch dieses Jahr wieder schief.

Der angebliche Weltuntergang, den Apokalyptiker für den 21. Dezember aus dem Maya-Kalender herauslesen, ist für manche noch ein Thema. Die anderen angsteinflößenden Untergangsszenarien, die selbst ernannte Propheten für 2012 vorhergesagt hatten, sind nicht eingetroffen und somit abgehakt, wie die kritische Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP) in ihrer Bilanz am Donnerstag in Roßdorf (Hessen) mitteilte. Die Experten nahmen dafür etwa 140 Prognosetexte und Webseiten von über 70 namentlich bekannten Auguren unter die Lupe.

Analysiert hat sie wieder der Mathematiker Michael Kunkel. „Vorausgesagt wird, was man sich auch vorstellen kann“, sagt der 52-Jährige. Und schon kennt. „Prognosen sind eine Reaktion auf die Realität. Anschläge auf US-Präsidenten sind immer beliebt.“ Produziert würden Prophezeiungen mitunter wie am Fließband. Die absurdesten Prognosen 2012 werden der Kanadierin Nikki Pezaro bescheinigt: angreifende Vögel, auftauchende Tiefseemonster, der Fund des heiligen Grals - wie von einem Hollywood-Drehbuch abgekupfert. Naturkatastrophen habe der Astrologe Kurt Allgeier für die Zeit zwischen Ende Juni und Mitte Juli erwartet, Ereignisse, „die wohl sogar noch heftiger sein werden, als wir sie zuletzt erlebt haben“ - so gibt die GWUP die Ankündigung wieder.

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Naturkatastrophen, Bombenattentate, Terroranschläge und Flugzeugunfälle - das und noch mehr wurde von Wahrsagern angekündigt. „Traditionell werden für die Zukunft immer Katastrophen aller Art vorausgesagt“, sagt Kunkel. „Sie wurden in den letzten Jahren um dramatische Schilderungen der Folgen wirtschaftlicher Krisen ergänzt.“

Als Reaktion auf die Euro-Krise schiebe sich die Ankündigung des Zusammenbruchs des Wirtschafts- und Finanzsystems in den Vordergrund. Die Wiener Hellseherin Rosalinde Haller habe für 2012 das Ende von EU und Euro vorausgesagt, andere das Zerbrechen der Euro-Zone und den „kompletten Zusammenbruch“.

Die Fußball-EM sei erstaunlicherweise nicht auf großes Interesse gestoßen. Sterndeuter würden sich bei prüfbaren Fußball-Prognosen eher zurückhalten. Ins Rennen geschickt würden als Orakeltiere Affen, Schnecken, Hamster, Hunde, Katzen, Schweine, Elefanten, Tiger, Schildkröten - immer gemessen an dem Kraken Paul, der zu Lebzeiten Maßstäbe setzte.

Und was bringt 2013, was sagen die Auguren jetzt schon voraus? „Die üblichen Naturkatastrophen“, sagt Kunkel. Der Rest komme schon noch, ganz sicher.

dpa

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