+
In mehreren russischen Teilrepubliken brennt es seit Tagen. Ein Ende ist nicht abzusehen. Foto: Russian Emergency Ministry

Wald- und Steppenbrände in Sibirien weiten sich aus

Moskau (dpa) - Die verheerenden Wald- und Steppenbrände in Sibirien nehmen nach Angaben russischer Behörden immer größere Ausmaße an. Allein in der Baikal-Region verdoppelte sich die brennende Fläche demnach auf rund 107.000 Hektar.

Das entspricht etwa der Größe der Ostsee-Insel Rügen. Mehr als 2000 Menschen seien bei den Löscharbeiten an rund 100 Brandherden im Einsatz, teilte die örtliche Forstbehörde in Tschita mit.

Auch aus den Teilrepubliken Chakassien und Burjatien im Süden Sibiriens gab es Berichte über neue Feuer. Etwa 30 Menschen kamen bisher bei den Bränden ums Leben. Tausende haben ihre Wohnungen verloren, weil die Feuer auf viele Ortschaften übergreifen. Die Behörden ermitteln wegen Brandstiftung und fahrlässigen Umgangs mit Feuer.

Im Frühjahr kommt es in Sibirien jedes Jahr zu Bränden mit großen Schäden. Agrarbetriebe und Bauern brennen nach offiziellen Angaben oft unkontrolliert Steppengras ab, um Felder für das Pflügen und die Aussaat vorzubereiten. Die Feuer hatten sich in diesem Jahr besonders schnell ausgebreitet, weil in der Region eine Dürre herrscht. Zudem hatte starker Wind die Brände angefacht.

Forstbehörde in Tschita

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Passbild erkennen: Jeder vierte Betrüger wird nicht entdeckt
Menschen können bekannte Gesichter gut erkennen, unbekannte hingegen nicht so gut. Bei einer Passkontrolle müssen Polizisten aber genau dies tun. Psychologen zeigen …
Passbild erkennen: Jeder vierte Betrüger wird nicht entdeckt
Völlig in Rage: Polizisten wegen Knöllchens angegriffen
Ein Knöllchen bringt einen Anwohner in Rage. Seine Söhne kommen dazu. Der Mann vom Ordnungsamt ruft die Polizei. Die wird verprügelt. Jetzt beginnt der Prozess.
Völlig in Rage: Polizisten wegen Knöllchens angegriffen
Jupiter-Atmosphäre an den Polen turbulenter als erwartet
Mehrere Jahre brauchte die Raumsonde "Juno" bis zum Jupiter. Die ersten Überflüge zeigen: Auf dem Riesenplaneten ist mächtig was los.
Jupiter-Atmosphäre an den Polen turbulenter als erwartet
Nagetier Nutria breitet sich stark aus
Berlin/Lüneburg (dpa) – Die aus Südamerika stammenden Nutrias haben sich erheblich ausgebreitet. "In neun Jahren hat sich das Vorkommen in den erfassten Gebieten etwa …
Nagetier Nutria breitet sich stark aus

Kommentare