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Die Waldbrände in Chile nehmen immer größere Ausmaße an.

Hohe Temperaturen erschweren Löscharbeiten

Fast so groß wie das Saarland: Waldbrände in Chile breiten sich aus

Santiago de Chile - Das Ausmaß der Waldbrände in Chile nimmt dramatisch zu. Das betroffene Wald- und Agrarland ist nach Angaben der nationalen Katastrophenbehörde (Onemi) auf knapp 2400 Quadratkilometer angewachsen.

Dies ist eine Fläche fast so groß wie das Saarland. Am Vortag waren 1900 Quadratkilometer von den Bränden betroffen. Von gut 90 Bränden seien noch mehr als 60 außer Kontrolle. Zwei Polizisten starben am Mittwoch bei der Brandbekämpfung in Manquehue, in der zentralchilenischen Region Maule, als brennende Stämme vor ihr Fahrzeug fielen, berichtete der Sender Bío Bío. Die Leichen konnten erst Donnerstagmorgen geborgen werden. Acht Menschen kamen bislang in den Bränden um, darunter vier Feuerwehrleute.

Die hohen Temperaturen erschweren die Löscharbeiten. In Santiago de Chile wurden zuletzt über 37 Grad gemessen. In Zentralchile hält sich die Temperatur seit zehn Tagen auf Höchstwerten von mindestens 33 Grad. In mehreren Ortschaften verursachten die Brände Unterbrechungen in Strom- und Wasserzufuhr. Verschiedene Hinweise deuteten darauf hin, dass einige Feuer auf Brandstifter zurückzuführen seien, erklärte der Leiter der Forstbehörde CONAF der Zeitung La Tercera.

Waldbrände in Chile außer Kontrolle

Der erste Einsatz des weltweit größten Löschflugzeugs „Supertanker“ musste wegen der durch Rauch erschwerten Sicht unterbrochen werden. Die Boeing 747-400 kann 72.000 Liter transportieren und soll sechs Tage im Einsatz sein. Eine Chilenin, die in den USA lebt und mit dem Enkel des Gründers der US-Supermarktkette Walmart verheiratet ist, hatte über eine Stiftung den Einsatz des Löschflugzeugs ermöglicht.

dpa

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