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Die Waldbrände in Chile geraten zunehmend außer Kontrolle.

Präsidentin reist in Krisengebiet

Waldbrände in Chile weiterhin außer Kontrolle

Santiago de Chile - In Chile toben verheerende Waldbrände. Besonders in den Regionen El Maule und O'Higgins gerät das Feuer immer weiter außer Kontrolle.

Angesichts schwerer Waldbrände im Zentrum von Chile haben die Behörden am Wochenende den Katastrophenzustand ausgerufen. Auch für die Landwirtschaft wurde der Notfall ausgerufen. Mittlerweile haben die Waldbrände in Chile mit knapp 140 000 Hektar zerstörtem Wald- und Wiesenland bereits eine Fläche fast doppelt so groß wie Hamburg erfasst.

Präsidentin im Krisengebiet

Chiles Präsidentin Michelle Bachelet reiste am Dienstagmorgen in die am stärksten betroffene Region O'Higgins. Laut der nationalen Forstbehörde CONAF werden mittlerweile insgesamt 110 Brände bekämpft. Besonders betroffen sind die Regionen El Maule und O'Higgins. Bachelet überflog in einem Hubschrauber die Gegend um die Gemeinde Pumanque, wo 70 Prozent der Fläche zerstört wurden und 200 Menschen in Sicherheit gebracht werden mussten. 

Seit Anfang der Woche warnt das Auswärtige Amt in seinen Reisehinweisen bereits vor den Waldbränden und weißt darauf hin, dass von den chilenischen Behörden gebietsweise Alarmstufe Rot ausgerufen wurde

Der chilenische Agrarminister Carlos Furche sagte im Radio, die schweren Waldbrände seien "so etwas wie ein Erdbeben" für die Region. Präsidentin Michelle Bachelet rief den Katastrophenzustand aus, Frankreich, dessen Präsident François Hollande sich am Wochenende in Chile aufhielt, sagte dem Land Bachelets Worten zufolge Hilfen zu. Nach Angaben der Regierung fehlen derzeit vor allem Helikopter und Flugzeuge für die Löscheinsätze. Grund zur Sorge bereitet die Wettervorhersage der nächsten Tage: Temperaturen bis zu 39 Grad Celsius könnten die Löscharbeiten zusätzlich erschweren.

dpa

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