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Sind weitestgehend unter Kontrolle: Die Feuerwehr scheint den Kampf gegen die schlimmen Waldbrände in Griechenland zu bestehen. Foto: Evangelos Bougiotis

Finanzkrise des Landes verschärft die Lage

Waldbrände in Griechenland teils unter Kontrolle - Ein Toter

Athen - In Griechenland brennen Wälder. Heißer Sommerwind facht die Flammen an. Alexis Tsipras greift ein. Und die Finanzkrise des Landes verschärft die Lage noch. Die Regierung vermutet Brandstiftung.

Bei den Waldbränden in Griechenland ist ein Mann ums Leben gekommen. Dies teilte der Sprecher der griechischen Feuerwehr am Samstagnachmittag mit. Die Flammen seien unter Kontrolle gebracht worden. Bewohnte Gebiete seien nicht mehr bedroht. Die Gefahr für ein Wiederaufflammen bleibe aber groß, hieß es. Am Samstag wurden erneut starke Winde im Süden des Landes erwartet.

Wie die Feuerwehr weiter mitteilte, waren in den vergangenen 24 Stunden landesweit 79 Brände ausgebrochen. Die größten davon loderten im Osten der Hauptstadt Athen und auf dem Süden der Halbinsel Peloponnes. Frankreich reagierte sofort auf einen Hilferuf aus Athen und entsandte zwei Löschflugzeuge und ein Aufklärungsflugzeug.

In Athen wurde am Samstag die verkohlte Leiche eines Mannes auf dem Berg Immitos im Osten der Stadt entdeckt. Die Polizei vermutet, dass es sich um einen seit Freitag vermissten 47-Jährigen Mann handele. Er habe an den Löscharbeiten auf dem Berg Imittos im Osten der griechischen Hauptstadt teilgenommen und habe sich seit Freitag nicht mehr bei seiner Familie gemeldet, berichtete das Staatsradio.

Das griechische Fernsehen zeigte am Samstag Videos aus der südgriechischen Kleinstadt Neapolis. Die Flammen haben dort mehrere Häuser und Autos zerstört. Zudem seien nach ersten Schätzungen der Stadtbehörden Hunderte Nutz- und Wildtiere verendet und Tausende Bäume, vor allem Oliven- und Orangenpflanzungen, verbrannt.

In einem anderen Bericht wurde das dramatische Manöver des Piloten eines Löschhubschraubers gezeigt, um einen Absturz abzuwenden. Der Hubschrauber wurde von starken Feuersturm-Winden beim Versuch erfasst, Wasser in der Nähe einer von den Flammen bedrohten Tankstelle nahe der Stadt Neapolis auf der Halbinsel Peloponnes abzuwerfen. Der Hubschrauber wurde von den Sturmwinden nach unten gedrückt und geriet ins Trudeln. Regelrecht in letzter Sekunde warf der Pilot die Wasserladung ab. Der Hubschrauber gewann wieder an Höhe und konnte stabilisiert werden, wie in dem Video zu sehen ist.

In Athen konnten Tierfreunde Dutzende Hunde und andere Tiere im letzen Moment aus einem Tierheim in Ostathen retten. Tierschützer bedankten sich am Samstag bei allen Autofahrern, die angehalten und Tiere in ihre Wagen geladen hatten, um sie in Sicherheit zu bringen.

dpa

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