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Neue Waldbrände in Italien: Gebiet nahe der Urlauberhochburg Rimini brennt

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Von: Astrid Theil

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In der Toskana kämpft die Feuerwehr seit Tagen gegen einen Waldbrand nahe Lucca.
Seit Tagen kämpft die italienische Feuerwehr gegen großflächige Waldbrände. © dpa

In Italien brennen immer größere Gebiete. Nun ist auch ein Wald westlich der Urlauberhochburg Rimini betroffen.

Rom - Westlich der Adria-Urlauberhochburg Rimini ist seit Montagabend (15. August) wegen eines Waldbrandes ein großer Feuerwehreinsatz im Gange. Das Feuer brach in einem Wandergebiet in der Gemeinde Civitella di Romagna aus, wie die Feuerwehr am Dienstag (16. August) mitteilte. Die Einsatzkräfte brachten bisher zehn Menschen vor den Flammen in Sicherheit. Auf einem Video war dichter Rauch zu sehen, der über dem hügeligen Gebiet lag. Starker Wind fachte die Feuer immer wieder an, wie es weiter hieß.

Auch auf der beliebten Urlaubsinsel Sizilien kämpft die italienische Feuerwehr am Dienstag in der Küstengemeinde Trabia, östlich von Palermo, gegen einen Buschbrand. Laut Medienberichten gefährdeten die Flammen auch Wohnhäuser, aus denen Menschen in Sicherheit gebracht wurden, weil darin Gasflaschen waren, die bei einer Explosion gewaltigen Schaden hätten anrichten können. Die Feuerwehr bekämpfte die Brände demnach auch aus der Luft, weil das Gebiet teils schwer zugänglich war.

Große Wald- und Buschbrände in Italien: Gebiet so groß wie Köln bereits verbrannt

Seit Tagen wüten in mehreren Gebieten Italiens große Brände. Wald- und Buschbrände werden durch Trockenheit begünstigt und oft auf fahrlässiges Verhalten von Menschen oder Brandstiftung zurückgeführt. Hinter der Dürre in Italien in diesem Jahr vermuten Experten die Folgen des Klimawandels.

Laut Daten des Europäischen Waldbrand-Informationssystems (Effis) brannten in diesem Jahr bislang (Stand 13. August) schon rund 420 Quadratkilometer in Italien - eine Fläche größer als das Stadtgebiet von Köln. Das ist damit mehr als durchschnittlich zu diesem Zeitpunkt in den vorangegangenen 15 Jahren. Effis berücksichtigt in dieser Berechnung nur von Feuern betroffene Flächen, die 30 Hektar oder mehr betragen. (at/dpa)

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