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Die Waldbrände auf Mallorca halten die Bewohner der Insel in Atem

Mehr als 800 Menschen evakuiert

Brände auf Mallorca weiter unkontrollierbar

Palma - Der Großwaldbrand im Naturparadies des Tramuntana-Gebirges auf Mallorca ist nach drei Tagen weiter außer Kontrolle. Mehr als 800 Menschen mussten evakuiert werden.

Die Flammen drangen unterdessen in ein Gebiet ein, in dem das Feuer nur aus der Luft bekämpft werden könne, teilte die Regionalregierung der spanischen Balearen-Inseln am Montag in Palma mit. Dort, im Gebiet Galatzó, sei inzwischen eine Finca mit 85 Touristen evakuiert worden, hieß es. Damit erhöhte sich die Zahl der seit Ausbruch des Feuers am Freitag im Nordwesten der Insel in Sicherheit gebrachten Menschen auf mehr als 800. Am Sonntag war unter anderem die Gemeinde Estellencs vollständig evakuiert worden.

Rund 400 Angehörige der Feuerwehr, des Zivilschutzes und der Militärischen Nothilfeeinheit UME bekämpften am Montag die Flammen. Sie wurden nach Tageseinbruch wieder von 28 Flugzeugen und Hubschraubern unterstützt. Die Löscharbeiten wurden den Angaben zufolge weiterhin von starken Winden behindert. Ein Feuerwehrmann wurde wegen Dehydrierung ins Krankenhaus gebracht, ansonsten wurden zunächst aber keine Verletzten oder beschädigten Häuser gemeldet.

Nach vorläufigen Schätzungen wurden bislang rund 2000 Hektar Wald im Gebiet in der Nähe der Gemeinden Andratx und Estellencs zerstört. Das bisher verheerendste Feuer auf Mallorca wurde 1992 registriert, als im östlichen Gebiet um Artà 1960 Hektar den Flammen zum Opfer fielen.

Entwarnung gab es unterdessen auf dem Festland in der Gemeinde Vallirana etwa 20 Kilometer nordwestlich von Barcelona. Dort konnte ein Waldbrand am Montagvormittag nach knapp 20 Stunden stabilisiert werden. Nach einer Evakuierungsaktion kehrten rund 200 Menschen wieder in ihre Häuser zurück.

dpa

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