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Costa Blanca: Waldbrände in Valencia toben weiter – 13 Verletzte, tausende Evakuierte

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Von: Anna Lorenz

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Gleich zwei Brände in der Region Valencia machen Spanien zu schaffen. Die Feuer sind nicht weit von beliebten Badeorten der Costa Blanca entfernt. Viele Menschen wurden verletzt.

Update vom 17. August, 20.58 Uhr: Bei verheerenden Waldbränden in der spanischen Urlaubsregion Valencia sind zahlreiche Passagiere eines Regionalzuges im Gebiet Bejís sowie zwei Feuerwehrleute in der Gegend verletzt worden. Das berichteten spanische Medien am Mittwochabend (17. August) unter Berufung auf die Behörden. Dieser und ein weiterer großer Waldbrand weiter südlich in der Region Vall d‘Ebo hätten bereits insgesamt mehr als 20.000 Hektar Wald- und Buschland zerstört. 2.000 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden. Die Brandbekämpfer hofften auf Regen, den es möglicherweise in der Nacht zu Donnerstag geben sollte.

Zu dem Zwischenfall mit dem Zug sei es am Dienstag (16. August) gekommen, als dieser seine Fahrt wegen starken Rauchs rund 60 Kilometer nordwestlich von Valencia stoppten musste, um zum Startbahnhof zurückzukehren, berichteten der Radiosender Cadena Ser und TV-Sender RTVE. Einige Passagiere seien bei dem kurzen Stopp, bei dem die Lokführerin vom einen zum anderen Ende des Zugs gerannt sei, in Panik aus den Waggons gesprungen. Acht Passagiere seien mit zum Teil schweren Verbrennungen und anderen Verletzungen ins Krankenhaus gebracht worden, hieß es.

Die Flammen in der Region Bejís hätten bis Mittwochnachmittag 9.700 Hektar Wald zerstört, erklärte Valencias Ministerpräsident Ximo Puig.

Waldbrand in Spanien: Valencias „schlimmstes Feuer“ seit zehn Jahren tobt in Vall d‘Ebo

Erstmeldung vom 17. August: Valencia – Monate der Dürre, Hitze und trockener Luft – 2022 brachen in Spanien so viele Waldbrände aus wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen. Messungen des europäischen Erdbeobachtungssystems Copernicus zufolge fiel dort in diesem Jahr durch Waldbrände eine Gesamtfläche, größer als die des Saarlandes, den Bränden zum Opfer. In der Urlaubsregion Valencia haben sich die, seit Samstag (13. August) lodernden Flammen zweiter Brände nun weiter unkontrolliert ausgebreitet.

Wie vom staatlichen Fernsehsender RTVE unter Berufung auf die Feuerwehr berichtet wurde, zerstörte der Brand im Gebiet Vall d’Ebo, etwa 60 Kilometer nordöstlich von Alicante gelegen, mittlerweile 11.500 Hektar Wald. Die Aschewolken erreichen Medienberichten zufolge mittlerweile auch die knapp 300 Kilometer entfernte Mittelmeerinsel Mallorca.

Das Foto zeigt ein Waldgebiet, aus dem Rauch aufsteigt. Ein Flugzeug bringt rotes Löschmittel darüber aus.
Ein Flugzeug ist bei den Löscharbeiten in Valencia im Einsatz. © picture alliance/dpa/EUROPA PRESS | Rober Solsona

Etwa 2.000 Menschen wurden bis zum Dienstag (16. August) nach Angaben des Ministerpräsidenten der Regionalregierung von Valencia evakuiert. Da das Feuer nicht einmal 50 Kilometer entfernt von bei Touristen beliebten Badeorten der Costa Blanca wütete, ist anzunehmen, dass auch dort Sicherheitsmaßnahmen getroffen sind – offizielle Angaben sind bisher nicht verfügbar.

Waldbrände in Valencia: Feuer in Bejís – 13 Personen kommen bei Zug-Zwischenfall zu Schaden

Im Gebiet Bejís, wo es ebenfalls brennt, erlitten der Zeitung La Vanguardia zufolge indes am Dienstag (16. August) elf Personen Verbrennungen, drei von ihnen schwer. Auch zwei Feuerwehrleute seien in besagter Gegend verletzt worden. Zu dem Zwischenfall sei es gekommen, als ein Regionalzug seine Fahrt wegen starker Rauchentwicklung rund 60 Kilometer nordwestlich von Valencia stoppten musste, um zum Startbahnhof zurückzukehren.

Sowohl Europa Press, als auch RTVE berichten, dass im Zuge dessen einige Passagiere in Panik aus den Waggons gesprungen seien, während die Lokführerin von einem Ende zum anderen des Zuges rannte. Die Flammen in der Region Bejís hätten bisher etwa 4.000 Hektar Wald zerstört.

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