Eine Satellitenaufnahme zeigt den verheerenden Waldbrand bei Lübtheen in Mecklenburg-Vorpommern. Foto: ESA
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Eine Satellitenaufnahme zeigt den verheerenden Waldbrand bei Lübtheen in Mecklenburg-Vorpommern. Foto: ESA
Auftanken: Hubschrauber der Bundeswehr nehmen jeweils 5000 Liter Löschwasser in einem See auf. Foto: Jens Büttner
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Auftanken: Hubschrauber der Bundeswehr nehmen jeweils 5000 Liter Löschwasser in einem See auf. Foto: Jens Büttner
Löscharbeiten bei Alt Jabel in Mecklenburg-Vorpommern. Foto: Jens Büttner
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Löscharbeiten bei Alt Jabel in Mecklenburg-Vorpommern. Foto: Jens Büttner
Ein Mann blickt von einem Aussichtsturm von Niedersachsen aus über die Elbe auf den Waldbrand bei Lübtheen in Mecklenburg-Vorpommern. Foto: Philipp Schulze
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Ein Mann blickt von einem Aussichtsturm von Niedersachsen aus über die Elbe auf den Waldbrand bei Lübtheen in Mecklenburg-Vorpommern. Foto: Philipp Schulze
Eine Luftaufnahme mit einer Drohne zeigt, wie Rauch in der Nähe von Alt Jabel aus dem Wald aufsteigt. Foto: Jens Büttner
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Eine Luftaufnahme mit einer Drohne zeigt, wie Rauch in der Nähe von Alt Jabel aus dem Wald aufsteigt. Foto: Jens Büttner
Die Feuerwehr muss aus der Distanz löschen - das munitionsbelastete Gebiet ist gesperrt. Foto: Jens Büttner
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Die Feuerwehr muss aus der Distanz löschen - das munitionsbelastete Gebiet ist gesperrt. Foto: Jens Büttner
Dichter Rauch zieht durch den Wald in der Nähe der evakuierten Ortschaft Alt Jabel. Foto: Jens Büttner
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Dichter Rauch zieht durch den Wald in der Nähe der evakuierten Ortschaft Alt Jabel. Foto: Jens Büttner
Ein Hubschrauber der Bundespolizei transportiert Löschwasser zu einem Brandherd. Foto: Jens Büttner
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Ein Hubschrauber der Bundespolizei transportiert Löschwasser zu einem Brandherd. Foto: Jens Büttner

Mehrere Orte freigegeben

Erste Entspannung bei Waldbrand: Bewohner kehren zurück

Mit vereinten Kräften haben Feuerwehr, Bundeswehr und Polizei den verheerenden Waldbrand auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz bei Lübtheen in die Schranken gewiesen. Für die Bewohner der evakuierten Orte am Rande des Brandherdes gibt es einen Lichtblick.

Lübtheen (dpa) - Die Lage im Waldbrandgebiet bei Lübtheen in Mecklenburg-Vorpommern hat sich erstmals seit Ausbruch des Feuers am Sonntag leicht entspannt. Am Mittwoch konnten etwa 450 Bewohner in ihre vorsorglich geräumten Häuser zurückkehren.

Als erstes gab die Einsatzleitung am Mittag den Ort Trebs wieder frei, am frühen Abend folgten das Nachbardorf Jessenitz-Werk sowie Volzrade.

"Wir haben das Feuer das erste Mal im Griff", konstatierte der Landrat des Kreises Ludwigslust-Parchim und Chef des Einsatzstabes, Stefan Sternberg (SPD). Da sich der Brand auf dem munitionsbelasteten früheren Truppenübungsplatz in der Nacht kaum noch ausgedehnt habe und die Feuer auch von den zuvor geräumten Dörfern zurückgedrängt worden seien, könnten nun die ersten Bewohner in ihre Häuser zurück.

Von einer generellen Entspannung könne aber noch keine Rede sein, da jederzeit auffrischende Winde das Feuer neu entfachen könnten. Bei Kontrollflügen sei festgestellt worden, dass es am Mittwoch noch auf etwa 670 Hektar des ehemaligen Übungsplatzes brannte. Insgesamt seien fast 1300 Hektar vom Feuer in Mitleidenschaft gezogen worden und damit etwa ein Fünftel der Gesamtfläche. "Aber die Feuerwalze wurde gestoppt", betonte der Landrat.

Gesperrt bleibt bis auf weiteres das am dichtesten am Brandgebiet liegenden Alt Jabel. Dort waren die Flammen laut Sternberg am Montag bis auf 50 Meter an die Häuser herangerückt, konnten aber inzwischen auf 300 Meter Abstand zurückgedrängt werden. "Erst wenn der Abstand auf 1000 Meter ausgedehnt ist, kann auch dort die Evakuierung aufgehoben werden, sagte der Landrat. Die Bewohner müssten somit zunächst noch bei Verwandten oder in der Sammelunterkunft ausharren.

Neben dem Dauereinsatz der Feuerwehrleute, der deutlichen Abkühlung und dem nachlassenden Wind habe vor allem das Wirken der Bundeswehr dafür gesorgt, dass sich das Feuer nicht mehr ausdehne, sagte Sternberg. Seit Sonntag schon hatten die Feuerwehren am westlichen Rand des alten Manövergeländes mit einer Dauerbewässerung dafür gesorgt, dass die Flammen dort nicht vorankommen. "Das Feuer ist eingekesselt. Die Schlinge, die geplant war, zeigt Wirkung", sagte der Landrat.

Doch gelte wegen der Munition im Waldboden höchste Sicherheitsstufe für die Rettungskräfte. Näher als 1000 Meter dürften sie weiterhin nicht an die als sehr hoch belastet eingestuften Brandgebiete heran.

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD), die für einen Besuch in Lübtheen ihren Sommerurlaub unterbrochen hatte, hob die Hilfe der Menschen untereinander und auch aus anderen Bundesländern hervor. "Das, was wir hier in Mecklenburg-Vorpommern gerade in dieser Katastrophensituation erleben, das ist gelebte Solidarität", sagte Schwesig. Das stehe auch dem Eindruck entgegen, dass sich die Gesellschaft immer mehr spalte.

Bei der Brandbekämpfung habe der Landkreis auch Unterstützung des Bundes erhalten - etwa in Form der Hubschrauber oder Bundeswehr-Räumtechnik. Doch müsse über das aktuelle Ereignis hinaus geklärt werden, wie man in Deutschland generell mit solchen Bränden auf ehemaligen Militärstandorten umgeht. "Die Menschen hier in der Region haben zu Recht die Erwartung, dass eine Fläche, die dem Bund gehört, die seit Jahrzehnten mit Munition belastet ist, nicht einfach so brach liegt", sagte die Regierungschefin.

Ein Zukunftskonzept sei erforderlich. "Wir wünschen uns, dass der Bund wieder stärker in Verantwortung geht, dass dieses Gelände geräumt wird", machte Schwesig deutlich. Nach den Worten Sternbergs soll dieses Probleme auch mit Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) erörtert werden, der in der kommenden Woche in Lübtheen erwartet werde.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) würdigte den Einsatz der Rettungs- und Hilfskräfte zur Eindämmung des Waldbrands. Allen Helfern gelte tiefer Dank, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Mittwoch in Berlin mit Blick auf Feuerwehren, Rettungskräfte, Behörden, Bundespolizei, Bundeswehr und das Technische Hilfswerk (THW).

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