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Erzieher in Australien nehmen ihren Auftrag, für eine gesunde Ernährung ihrer Schützlinge zu sorgen, offenbar sehr ernst.

In der Brotbox ihres Kindes

Was eine Mutter auf diesem Zettel lesen musste, machte sie wütend

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Adelaide - Das Kind vom Kindergarten abholen: Normalerweise eine schöne Aufgabe. Doch diesmal brachte ein dreijähriges Kind eine unangenehme Nachricht mit nach Hause - in seiner Brotbox.

Alle Eltern wissen: Es ist wichtig, dass die Kinder sich gesund ernähren. Also tut man, was man kann, um viel frisch zu kochen und den Kindern die Liebe zu Obst und Gemüse beizubringen. Dass das nicht immer so einfach ist, können sich auch Menschen ohne Kinder gut vorstellen. Da ist man über Unterstützung durchaus froh. Wenn zum Beispiel Lehrer oder Erzieher darauf achten, ob sich die eigenen Sprösslinge in Schule oder Kindergarten mit Süßigkeiten vom Kiosk vollstopfen und gegebenenfalls ein Machtwort sprechen.

Food-Polizei in australischen Kindergärten

In Australien wird diese Unterstützung nach Auffassung zweier erzürnter Mütter allerdings etwas zu weit getrieben. Melinda Tankard Reist postete auf Facebook das Foto eines Zettels, den das dreijährige Kind ihrer Freundin aus dem Kindergarten mitgebracht hatte. Darauf prangt ein roter, griesgrämig dreinschauender Smiley. Auch die darunterstehende Botschaft ist mit großen, roten Buchstaben geschrieben: „Ihr Kind hat ein Stück Schokoladenkuchen aus der ‚Rote-Lebensmittel-Kategorie‘ mit in den Kindergarten gebracht. Bitte wählen Sie gesündere Alternativen für den Kindergarten.“ Tankard Reist zeigt sich in ihrem Facebook-Post empört über derlei Maßregelungen seitens der Erzieher: „Ich habe ihr gesagt, sie soll den Zettel in zwei Teile zerreißen“, schreibt sie.

In den Kommentaren diskutierten daraufhin hunderte Eltern und Großeltern über ähnliche Erlebnisse, die sie mit den strengen Essensregeln an australischen Kindergärten gemacht haben: „In der Vorschule durfte ich meiner Tochter keine Vollmilch mitgeben, weil da angeblich zu viel Fett drin ist“, erzürnt sich eine Mutter. Eine andere Frau erzählt, wie ihrem Enkelsohn eine angeblich ungesunde Haferflocken-Mahlzeit weggenommen wurde, woraufhin er den anderen Kindern hungrig beim Essen zuschauen musste.

Kinder müssen lernen, sich an Regeln zu halten

Wieder andere bringen Verständnis auf für das Vorgehen des Kindergarten-Personals: „Kinder müssen lernen, Regeln zu befolgen. Eltern, die denken, manche Regeln gelten für sie nicht, sind da nicht gerade hilfreich. Vielleicht mag die Regel „Kein Schokokuchen im Kindergarten“ für manche lächerlich klingen, aber ist diese Regel denn wirklich so wichtig, dass es sich lohnt, so einen Aufstand zu machen und die Lehrer der eigenen Kinder unter Druck zu setzen?“

Vermutlich würde es für den Frieden im Kindergarten das Beste sein, wenn Mutter und Kind den Schokokuchen beim nächsten Mal einfach gemeinsam essen - und zwar zu Hause.

lg

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