Die massive Cyber-Attacke hatte auch die Deutsche Bahn in Mitleidenschaft gezogen. Foto: Jan Woitas
1 von 5
Die massive Cyber-Attacke hatte auch die Deutsche Bahn in Mitleidenschaft gezogen. Foto: Jan Woitas
Die von der weltweiten Cyber-Attacke betroffenen Anzeigetafeln an deutschen Bahnhöfen werden noch mehrere Tage gestört bleiben. Foto: P. Götzelt
2 von 5
Die von der weltweiten Cyber-Attacke betroffenen Anzeigetafeln an deutschen Bahnhöfen werden noch mehrere Tage gestört bleiben. Foto: P. Götzelt
Patienten warten im Dharmais Cancer Hospital in Jakarta, dessen Rechner durch den Trojaner "Wanna Cry" lahmgelegt worden ist. Foto: Dita Alangkara
3 von 5
Patienten warten im Dharmais Cancer Hospital in Jakarta, dessen Rechner durch den Trojaner "Wanna Cry" lahmgelegt worden ist. Foto: Dita Alangkara
Wartende Taxifahrer in Peking: Mehr als 20.000 Tankstellen des chinesischen Öl-Giganten CNPC gingen offline. Foto: Adrian Bradshaw/Archiv
4 von 5
Wartende Taxifahrer in Peking: Mehr als 20.000 Tankstellen des chinesischen Öl-Giganten CNPC gingen offline. Foto: Adrian Bradshaw/Archiv
Die Fahrkarten-Automaten sind bis auf Einzelfälle wieder einsatzbereit. Foto: Armin Weigel
5 von 5
Die Fahrkarten-Automaten sind bis auf Einzelfälle wieder einsatzbereit. Foto: Armin Weigel

Neue digitale Schlüssel

Nordkorea könnte für Cyber-Attacke verantwortlich sein

Wer steckt hinter dem weltweiten Cyber-Angriff? Experten suchen fieberhaft nach dem oder den Tätern. Nun kommt eine Nation ins Gespräch, die schon des Öfteren verdächtig war.

New York (dpa) - Geheimdienste und Sicherheitsexperten schließen nicht aus, dass Nordkorea verantwortlich für die jüngste globale Cyber-Attacke ist. Die "New York Times" berichtete am Montag unter Berufung auf Experten, neue digitale Schlüssel wiesen auf mit Nordkorea verbundene Hacker als mutmaßliche Verdächtige hin.

Die Wissenschaftler warnten allerdings, diese Indizien seien weit entfernt davon, beweiskräftig zu sein. Es könne Wochen oder Monate dauern, bis die Ermittler bei ihren Ergebnissen sicher genug seien, um offiziell Pjöngjangs wachsende Truppe digitaler Hacker dafür verantwortlich machen zu können.

Die Erpressungssoftware "Wanna Cry" hatte am Freitag nach Angaben von Europol mindestens 150 Länder sowie 200 000 Organisationen und Personen getroffen. "Wanna Cry" hatte auf den infizierten Rechnern alle Daten verschlüsselt. Sie sollten erst nach Zahlung eines Lösegelds wieder entsperrt werden. Bei der Attacke nutzte die Software eine Sicherheitslücke im Microsoft-Betriebssystem Windows aus, über die sie automatisch neue Computer anstecken konnte. Diese Schwachstelle hatte sich einst der US-Geheimdienst NSA für seine Überwachung aufgehoben, dann hatten unbekannte Hacker sie aber publik gemacht.

Experten der Sicherheitssoftware-Firma Symantec fanden nun laut "New York Times" frühe Versionen der Erpressungssoftware "Wanna Cry", die Codes nutzte, die auch vor knapp drei Jahren gegen Sony Pictures Entertainment, eine Zentralbank in Bangladesch im vergangenen Jahr und eine polnische Bank im Februar eingesetzt worden waren. Alle drei Angriffe waren den Angaben zufolge letztendlich mit Nordkorea verbunden. Forscher von Google und der Cyber-Sicherheitsfirma Kaspersky bestätigten am Montag, sie hätten Parallelen bei den Codes entdeckt.

Der damalige US-Präsident Barack Obama hatte Nordkorea Ende 2014 vorgeworfen, Computer von Sony als Vergeltungsmaßnahme für eine Komödie zerstört zu haben. In "The Interview" ging es um die Ermordung des nordkoreanischen Machthabers Kim Jung Un.

Symantec-Ermittler Eric Chien sagte, derzeit habe man lediglich eine zeitliche Verbindung entdeckt. "Wir wollen mehr Codierungs-Parallelen entdecken, damit wir eine festere Überzeugung bekommen." Symantec hatte in der Vergangenheit durch die USA, Israel und Nordkorea eingefädelte Attacken identifiziert.

Blogeintrag von Microsoft-Chefjustiziar Brad Smith

Auch interessant

Meistgesehene Fotostrecken

Schweres Erdbeben in Mexiko-Stadt - mindestens 49 Tote
Ein schweres Erdbeben hat die mexikanische Hauptstadt Mexiko-Stadt am Dienstag erschüttert. Dabei starben mindestens 49 Menschen.
Schweres Erdbeben in Mexiko-Stadt - mindestens 49 Tote
Mindestens 49 Tote bei Erdbeben in Mexiko
Vor 32 Jahren starben bei einem Erdbeben fast 10 000 Menschen in Mexiko. Kurz nach einer Katastrophenübung aus Anlass des Jahrestages bebt es wieder in dem Land. …
Mindestens 49 Tote bei Erdbeben in Mexiko
Mutmaßlicher Todesschütze von Villingendorf gefasst
Die Handschellen klicken kurz nach dem Hinweis eines Bürgers: Tagelang hatte ein Großaufgebot nach dem mutmaßlichen Todesschützen gesucht. Jetzt wurde er nur wenige …
Mutmaßlicher Todesschütze von Villingendorf gefasst
Oktoberfest 2017: Das waren die Eindrücke vom dritten Tag
Der dritte Tag des Oktoberfestes ist vorbei: Hier sehen sie noch einmal Bilder des größten Volksfest der Welt.
Oktoberfest 2017: Das waren die Eindrücke vom dritten Tag

Kommentare