Wasserkühlung um sieben Stunden verlängert

Tokio - Die Reaktoren im schwer beschädigten Atomkraftwerk Fukushima Eins sollen weitere sieben Stunden von außen mit Wasser gekühlt werden. Wenn das gelänge, seien am Ende 1260 Tonnen Wasser auf Reaktor 3 gesprüht worden.

Das berichtete der Sender NHK am Samstagnachmittag (Ortszeit). Das helfe, die Temperatur zu senken und zu verhindern, dass radioaktive Strahlung nach draußen gelange. Nach Angaben von NHK ist außerdem ein weiteres Spezialfahrzeug zur Kühlung auf dem Weg nach Fukushima. Die Maschine könne Wasser aus sehr großer Höhe versprühen. Das Fahrzeug sei in Deutschland gebaut worden und pumpe normalerweise flüssigen Beton. Ein ähnliches Modell sei bereits beim Atomunglück in Tschernobyl eingesetzt worden. Feuerwehrmänner müssten die Pumpen und Fahrzeuge an der Anlage nicht die gesamten sieben Stunden überwachen.

Japan-Katastrophe: Bilder vom Freitag

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Die Maschinen könnten zwischendurch auch unbeaufsichtigt weiterarbeiten. Derzeit sind laut NHK 44 Fahrzeuge und 240 Feuerwehrmänner aus Tokio an der Anlage im Einsatz. Das Kühlen von außen ist aber nur eine vorübergehende Lösung. Techniker arbeiten weiter daran, die Stromversorgung des Kraftwerks wieder herzustellen. Daraufhin soll dann die eigene Kühlung der Anlage nach und nach wieder in Gang gesetzt werden. Das könne frühestens am späten Samstagabend der Fall sein.

dpa

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