Wassermassen bedrohen Atomruine

Tokio - Neue Sorgen um das AKW Fukushima: Die japanische Regierung fürchtet um die Standfestigkeit der Reaktorgebäude des havarierten Kernkraftwerks Fukushima.

Die Atomaufsichtsbehörde befürchte, dass die Wassermassen zur Kühlung der Reaktoren die Wände angreifen und anfällig für weitere Erdbeben machen könnten, berichtete der japanische Fernsehsender NHK am Samstag. Der Betreiber der Atomruine, Tepco, halte dies dagegen für unwahrscheinlich.

Tepco wolle die Gehäuse der Problemreaktoren 1 und 3 bis Mitte Juli bis über die Brennstäbe mit Wasser füllen, um eine stabile Kühlung zu erreichen. Zumindest in den kommenden Wochen werden noch mehrere starke Nachbeben erwartet. In Reaktor 1, wo die Brennstäbe am stärksten in Mitleidenschaft gezogen worden sein sollen, pumpen die Reparaturtrupps stündlich sechs Tonnen Wasser ein.

Fukushima: Schock-Bilder aus der Todeszone

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Die Wassermassen haben allerdings den Nebeneffekt, dass nun im AKW Millionen Liter radioaktiv verseuchter Brühe herumschwappen. Dadurch werden die Arbeiten zum Wiederherstellen der automatischen Kühlsysteme stark behindert. Inzwischen hat Tepco begonnen, einen Teil des Wassers abzupumpen. Unterdessen erwägt die Regionalregierung der Katastrophenprovinz Fukushima, ihre Bürger regelmäßig medizinisch untersuchen zu lassen. Gerade bei Kindern sollen langfristige Untersuchungen vorgenommen werden, wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo meldete.

An einzelnen Orten seien höhere radioaktive Werte gemessen worden. Dadurch sei die Gesundheit der Menschen zwar kurzfristig nicht gefährdet. Es sei allerdings wahr, dass die Werte nicht im Bereich des Normalen liegen, zitierte Kyodo Vize-Gouverneur Yusaku Matsumoto. Es sei nötig, Maßnahmen zu ergreifen, um den Menschen ihre Sorgen zu nehmen.

dpa

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