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Damals stimmte die Chemie zwischen ihnen noch: Libyens Diktator Muamar al-Gaddafi (links) und Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi im Juni 2008 bei einem Treffen im libyschen Sirte.

Berlusconi soll "Hurenhäuser" vorsichtig wählen

Rom - Vulgäre Warnung eines US-Intellektuellen: Falls Libyens Diktator Gaddafi nicht gestürzt wird, sollte Italiens Ministerpräsident Berlusconi seine "Hurenhäuser" künftig mit extremer Vorsicht wählen.

Adam Garfinkle gehört zu den bedeutendsten konservativen Poltikwissenschaftlern der USA. Ein gebildeter Mann, der sich normalerweise äußerst gewählt ausdrückt. Da wundert es schon, dass er Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi, der für seine Frauengeschichten bekannt ist, eine recht primitive Warnung mitteilt. Im Blog seiner politischen Zeitschrift “The National Interest”, malt er die düsteren Folgen aus, falls Libyens Diktator Muamar al-Gaddafi trotz der Militärschläge des Westens an der Macht bleiben sollte. Dort befürchtet Garfinkle, dass Gaddafi einen Rachefeldzug gegen die westliche Staatengemeinschaft und ihre Verbündeten führen könnte. Auch Berlusconi, dessen italienische Regierung sich am Militäreinsatz gegen seinen früheren Freund Gaddafi beteiligt, könnte dann auf der Abschussliste des Diktators stehen. Garfinkle schreibt:

Militärschlag gegen Libyen: Die Bilder

Militärschlag gegen Libyen: Die Bilder

"Dass Gaddafi bewaffnet und gefährlich zurückbleibt, wenn sich der Staub gelegt hat, wäre ein inakzeptables Ergebnis. Zivile Flugzeuge werden dann wohl vom Himmel fallen - genau wie das eine über Lockerbie (Anm. d. Red.: Hinter dem Anschlag auf ein ziviles Flugzeug 1988 im schottischen Lockerbie steckte allem Anschein nach der libysche Geheimdienst). Mordanschläge werden sich verfielfachen - so wie der versuchte Anschlag auf den saudi-arabischen König im Jahr 2003, der von Libyen unterstützt wurde. Die Terrororganisation Al Kaida und ihre Verbündeten könnten unterstützt und begünstigt werden, damit sie den Italiener, den Franzosen, den Briten und uns weiß Gott was antun. Wenn er nichts mehr zu verlieren hat und sich nicht mehr wegen möglichen Sanktionen sorgt, dann könnte Gaddafi noch gefährlicher werden als er es jemals war. In diesem Fall würde ich, wenn ich Silvio Berlusconi wäre, meine künftigen Hurenhäuser extrem vorsichtig auswählen."

Ob das wohl die größte Sorge ist, die Berlusconi derzeit angesichts des Krieges in Libyen hat?

fro

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