Heftige Regenfälle im Bundesgebiet

Wegen Unwetter: Alarm in einer Bank geht los

Berlin - Blitzeinschläge, Unfälle auf nassen Straßen und Überflutungen: Erneut ist ein Unwetter mit heftigem Regen und Gewitter über Deutschland gezogen.

Blitze, Regen und festsitzende Passagiere an Flughäfen - das Unwetter hält sich hartnäckig über Deutschland. Erneut schlugen vielerorts Blitze ein, geschahen Unfälle auf nassen Straßen, überflutetet der Regen verschiedene Gebäude. In Köln lief nach Polizeiangaben sogar ein U-Bahnhof voll mit Wasser.

Am Donnerstagabend legte das Tief „Michaela“ auch den Frankfurter Flughafen lahm. Etwa eine Stunde lang konnte dort kein Flugzeug starten und landen. 2000 Passagiere wurden in Hotels untergebracht, wie der Flughafenbetreiber am Freitag berichtete. 55 Starts und 36 Landungen wurden gestrichen - mit entsprechenden Auswirkungen an den jeweils anderen Airports der Verbindungen. 31 Maschinen wurden umgeleitet. 31 Flüge durften nach 23.00 Uhr verspätet starten.

Das Unwetter traf noch weitere Teile Hessens - sogar die Einsatzkräfte hatten einen Unfall auf regennasser Straße: Ein Feuerwehrauto kam auf dem Weg zu einem Wettereinsatz ins Rutschen und kollidierte mit einem Personenwagen. Die Autofahrerin kam verletzt in ein Krankenhaus, die Feuerwehrleute blieben unverletzt. Etwa in Nordrhein-Westfalen und Sachsen berichtete die Polizei von schweren Unfällen auf nasser Straße.

Im Raum Gießen ging in einer Bank ging der Alarm los, weil dort Wasser eingedrungen war. In Wiesbaden kam auf der Autobahn 66 der Verkehr infolge heftigen Regens zeitweise zum Erliegen. In einige Wohnhäuser schlug der Blitz ein. Verletzt wurde niemand. Auch in Rheinland-Pfalz schlug der Blitz in Wohnhäuser ein.

Im nordwestlichen Thüringen hat der heftige Regen ein Mehrfamilienhaus unter Wasser gesetzt. Wegen eines defekten Fallrohres war Wasser in vier Wohnungen gelaufen.

In Niedersachsen kamen Polizei und Feuerwehr allein im Landkreis Osnabrück zwischen 19.00 und 23.00 Uhr auf etwa 150 Einsätze, wie ein Polizeisprecher berichtete. In Ostercappeln blieb demnach ein Regionalzug mit rund 150 Fahrgästen liegen. Eine Diesellok schleppte den Zug schließlich ab. In Bad Rothenfelde habe eine Windhose mehrere Bäume umgestürzt, sagte der Sprecher weiter.

Auch andernorts hatten die Einsatzkräfte es nach eigenen Angaben mit umgestürzten Bäumen, von den Wassermengen hochgedrückten Gullydeckeln und ordentlich Wasser auf den Straßen zu tun. Verletzt wurde nach ersten Angaben niemand.

dpa

Rubriklistenbild: © fkn

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