Weihnachtsgottesdienste
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Hell erstrahlt der Kölner Dom zur Mitternachtsmette am Heiligabend. Foto: Jörg Carstensen/dpa

Überblick über Covid-19-Wirrwarr

Weihnachten in Deutschland: Diese Corona-Regeln gelten in Ihrem Bundesland - große Unterschiede

  • Patrick Mayer
    vonPatrick Mayer
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Vor Weihnachten herrscht in der Coronavirus-Pandemie in Deutschland ein regelrechtes Covid-19-Regel-Durcheinander. Was gilt in welchem Bundesland? Merkur.de verschafft einen Überblick.

München/Berlin - Die Coronavirus-Pandemie kennt wahrlich keine Gnade. Weihnachten und Heiligabend sind davon freilich nicht ausgenommen, auch, wenn viele in dieser Kräfte zehrenden Geduldsprobe namens Corona-Krise dringend eine Pause bräuchten und nötig hätten.

Doch stattdessen sind die Covid-19-Fallzahlen Mitte Dezember auf einem Höchstniveau. Strenge Kontaktbeschränkungen und ein harter Lockdown in Deutschland sind für Weihnachten und die Feiertage plus Silvester beschlossen - mit einzelnen Lockerungen. Die Lockerungen über Weihnachten sollen aber mit einer Pause vor Weihnachten einhergehen - die sieben Tage vorher sollen Kontakte drastisch reduziert werden.

Welche Corona-Regeln gelten in welchem Bundesland? Merkur.de verschafft (Stand 13. Dezember) einen Überblick:

Nordrhein-Westfalen: Diese Corona-Regeln gelten an Weihnachten und Heiligabend

Nordrhein-Westfalen (17,947 Millionen Einwohner, Quelle: Statistisches Bundesamt): Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hob am 11. Dezember geplante Covid-19-Lockerungen in NRW für Weihnachten auf.

Die Kontaktbeschränkungen über Weihnachten sollen zurückgenommen werden. Es gilt dann, dass über den eigenen Hausstand hinaus maximal vier Personen zusammenkommen dürfen. Diese vier Personen dürfen aus mehr als einem weiteren Hausstand stammen, aber müssen aus dem engsten Familienkreis kommen. Kinder bis 14 Jahre werden nicht mitgerechnet. (Quelle: WDR)

Bayern: Diese Corona-Regeln gelten an Weihnachten im Freistaat

Bayern (13,124 Millionen Einwohner): In Bayern gilt wegen der Corona-Pandemie der Katastrophenfall. In ganz Bayern treten nächtliche Ausgangssperren von 21 Uhr bis 5 Uhr morgens in Kraft - dies gilt auch für Silvester.

Stand 13. Dezember sind Lockerungen an Weihnachten vorgesehen. Das heißt: Über die Weihnachtstage dürfen sich nicht nur maximal fünf Personen aus zwei Haushalten treffen (und ihre dazugehörige Kinder unter 14 Jahren). Zwischen 24. und 26. Dezember können - wie in NRW - vier weitere Personen aus dem engsten Familienkreis zum eigenen Haushalt dazukommen - also Ehe- oder Lebenspartner, Eltern, Kinder, Geschwister, Geschwisterkinder und deren Haushaltsangehörige.

Baden-Württemberg: Diese Corona-Kontaktbeschränkungen greifen an Weihnachten

Baden-Württemberg (11,1 Millionen Einwohner): Zwischen Mannheim, Stuttgart und Bodensee sowie Breisgau dürfen sich, Stand 13. Dezember, an Heiligabend und an den Weihnachtsfeiertagen fünf Personen aus zwei Haushalten treffen. Weitere vier Personen aus anderen Haushalten dürfen dazukommen, wenn sie zum engsten Familienkreis gehören. Für Bekannte und Freund gilt auch zwischen 24. und 26. Dezember die Beschränkung auf zwei Haushalte und fünf Personen inklusive ihrer unter 14-jährigen Kinder.

„Dadurch wollen wir sicherstellen, dass Weihnachten im engsten Kreis gemeinsam gefeiert werden kann – und niemand an Weihnachten alleine sein muss“, erklärte. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Die Grünen) diese Entscheidung.

Niedersachsen: Diese Corona-Regeln gelten an Weihnachten und Heiligabend

Niedersachsen (7,993 Millionen Einwohner): Stand 13. Dezember dürfen sich im Nordwesten zwischen dem 24. und 26. Dezember fünf Personen aus zwei Haushalten treffen, wenn es sich um ein Treffen unter Freunden handelt. Bei engen Angehörigen können es bis zu zehn Personen sein, zusätzlich dazu gehöriger Kinder unter 14 Jahren.

Hessen: Diese Covid-19-Kontaktbeschränkungen gelten am Fest

Hessen (6,288 Millionen Einwohner): Mit Stand 13. Dezember dürfen sich auch in Hessen fünf Personen aus zwei Haushalten treffen. Vier weitere Personen aus anderen Haushalten können dazukommen, wenn es sich um enge Familienangehörige handelt. Wie auch in der Zeit des Lockdowns werden Kinder unter 14 Jahren nicht mit eingerechnet.

Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) bezeichnete die Einschränkungen als „schmerzhaft, aber wichtig.“

Rheinland-Pfalz: Diese Corona-Kontaktbeschränkungen sind für Weihnachten und Heiligabend vorgesehen

Rheinland-Pfalz (4,093 Millionen Einwohner): Vom 24. bis 26. Dezember gilt auch in Rheinland-Pfalz, dass ein Hausstand von weiteren vier Personen aus dem engsten Familienkreis besucht werden darf, selbst wenn dadurch mehr als fünf Personen oder mehr als zwei Hausstände zusammenkommen.

Sachsen: Diese Corona-Kontaktbeschränkungen greifen an Weihnachten

Sachsen (4,071 Millionen Einwohner): Das Bundesland wurde in der zweiten Welle der Corona-Pandemie zum Hotspot. In Sachsen gilt ab dem 14. Dezember deshalb ein harter Lockdown - mit strengen Ausgangsbeschränkungen.

Aber: Zwischen dem 23. und 27. Dezember werden die Regelungen nun an die bundesweiten Regelungen angepasst. Ein Haushalt und vier weitere Personen aus dem Familienkreis dürfen sich dann noch treffen. Kinder unter 14 Jahren werden nicht extra gezählt.

„Jeder muss darauf achten, seine Kontakte zu reduzieren, auch wenn es um die Familie geht“, sagte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer.

Berlin: Diese Corona-Regeln gelten an Weihnachten und Heiligabend

Berlin (3,669 Millionen Einwohner): Bund-Länder-Gipfel hin und her: In der Hauptstadt dürfen sich an Weihnachten maximal fünf Personen aus zwei Haushalten treffen.

Schleswig-Holstein (2,903 Millionen Einwohner): Im hohen Norden werden die geringsten Corona-Neuinfektionszahlen gemessen. Mit Stand 13. Dezember dürfen sich auch in Schleswig-Holstein an Weihnachten mehr als fünf Personen aus dem eigenen Haushalt treffen, wenn sie zur engsten Familie gehören. Dann sind vier weitere Feiernde aus anderen Haushalten erlaubt.

Brandenburg (2,521 Millionen Einwohner): Vom 23. bis 27. Dezember dürfen sich in Brandenburg höchstens zehn Personen aus beliebig vielen Haushalten treffen. Das gilt für den öffentlichen und privaten Raum. Kinder bis 14 Jahre sind dabei nicht eingerechnet. (Quelle rbb)

Hamburg: Die Coronavirus-Regeln an Weihnachten und Heiligabend in der Hansestadt

Sachsen-Anhalt (2,194 Millionen Einwohner): Fünf Personen, zwei Haushalte - diese Corona-Beschränkungen bleiben auch nach dem Covid-Krisengipfels aktuell. Anders als viele andere Bundesländer plant Sachsen-Anhalt, Stand 13. Dezember, keine weiteren Lockerungen.

Thüringen (2,133 Millionen Einwohner): Die Landesregierung rät ihren Bürgern, sich nur im engsten Familienkreis zu treffen. Lockerungen für Weihnachten sind in Thüringen auch nach dem Krisengipfel nicht vorgesehen.

Hamburg (1,847 Millionen Einwohner): An Weihnachten und auch an Silvester dürfen sich, Stand 13. Dezember, im Familienkreis im privaten Wohnbereich mit insgesamt bis zu vier zusätzlichen Personen aus weiteren Haushalten treffen, wobei deren Kinder bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres nicht mitgerechnet werden. Somit hat auch Hamburg die Regelungen der Ministerpräsidentenkonferenz übernommen

Saarland: Diese Covid-19-Regeln greifen im äußerten Südwesten Deutschlands

Mecklenburg-Vorpommern (1,608 Millionen Einwohner): Hier dürfen nach aktuellem Stand an Heiligabend sogar Gottesdienste besucht werden. Im Rahmen der allgemeinen Kontaktbeschränkungen können Ehegatten, eingetragene Lebenspartner, Lebensgefährten, Kinder, Eltern, Geschwister, Enkel, Urenkel, Großeltern und Urgroßeltern besucht werden. Ein solcher Familienbesuch ist auch zusammen mit dem Ehegatten, eingetragenen Lebenspartner oder Lebensgefährten möglich.

Saarland (987.000 Einwohner): Im Zeitraum vom 23. Dezember 2020 bis zum 27. Dezember 2020 dürfen sich höchstens zehn Personen, aus insgesamt drei Haushalten oder dem familiären Bezugskreis, treffen (Stand 8. Dezember). Weitere Lockerungen scheinen auch nach der Ministerpräsidentenkonferenz nicht vorgesehen.

Bremen: (681.000 Einwohner): Die Hansestadt hat vergleichsweise geringere Infektionszahlen als deutlich größere (und südlichere) Bundesländer. Dennoch schließt sich Bremen den bundesweiten Regelungen an und erlaubt Treffen mit bis zu vier haushaltsfremden Personen. (pm)

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