Gefährliche Stolperfallen

Er "wollte helfen": Sanitäter legt Pflastersteine auf Straßen 

Limburg - Dass ein Sanitäter gerne helfen soll, ist quasi Teil seiner Jobbeschreibung. Wenn er dafür aber das Leben Unschuldiger riskiert, wird aus dem Retter ein Straftäter.

Ein Sanitäter aus Hessen hatte mehrere Pflastersteine auf Bundesstraßen in seiner Heimatregion, dem Landkreis Limburg-Weilburg, platziert. Als Motiv gab der 21-Jährige am Dienstag in der Berufungsverhandlung vor dem Limburger Landgericht an, er habe erreichen wollen, als Helfer zum Tatort gerufen zu werden. Dass durch sein Vorgehen auch Menschen hätten sterben können, darüber habe er nicht nachgedacht.

Der junge Mann wurde wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr zu einer Jugendstrafe von zwei Jahren und zwei Monaten verurteilt. Der Sanitäter war vom Amtsgericht Limburg bereits zu einer Jugendfreiheitsstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten verurteilt worden. Dagegen hatte er Berufung eingelegt.

Verletzte hatte es bei den Taten im Herbst 2014 nicht gegeben.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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