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USA weisen Vorwürfe von Journalistin Sgrena zurück

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- Washington/Rom - Die USA haben die Vorwürfe der italienischen Journalistin Giuliana Sgrena zurückgewiesen, US- Soldaten hätten möglicherweise gezielt auf sie geschossen. Präsidentensprecher Scott McClellan bezeichnete die Anschuldigung in Washington als «absurd».

Bei dem Beschuss des Fahrzeugs, mit dem Sgrena nach der Freilassung durch ihre Geiselnehmer am vergangenen Freitag zum Bagdader Flughafen gebracht werden sollte, war der italienische Geheimdienstmitarbeiter Nicola Calipari getötet worden. Am Montag nahm Italien bei einem Staatsbegräbnis von ihm Abschied. Derweil ergaben Ermittlungen, dass am Freitag im Irak ein bulgarischer Soldat vermutlich ebenfalls durch US-Schüsse starb.

Noch vor dem Staatsbegräbnis am Freitag hatten 100 000 Italiener Nicola Calipari in Rom die letzte Ehre erwiesen und waren an seinem Sarg vorbeigezogen. Zuvor war Calipari durch Staatspräsident Carlo Azeglio Ciampi posthum mit der Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet worden. Calipari hatte durch seine Verhandlungen mit Mittelsmännern der Entführer die Freilassung der 56-jährigen Sgrena erreicht, die für die Zeitung «Il Manifesto» sowie für die Hamburger Wochenzeitung «Die Zeit» arbeitet.

Nach dem Vorfall in Bagdad hatte die Journalistin behauptet, dass die US-Soldaten grundlos und ohne Vorwarnung das Feuer auf ihren Wagen eröffnet hätten. Außerdem wollte sie nicht ausschließen, dass ganz bewusst auf sie geschossen worden sei.

US-Präsidenten-Sprecher McClellan warnte vor voreiligen Schuldzuweisungen. Die Details des Vorfalls seien noch ungeklärt, sagte er. «Unsere Männer und Frauen sind in einer Kriegszone», sagte McClellan. «Oft müssen sie in Sekundenbruchteilen Entscheidungen treffen, um ihr eigene Sicherheit zu schützen.» US-Präsident George W. Bush hatte eine vollständige Aufklärung des Vorfalls versprochen

Nach Angaben der US-Armee war das Auto schnell auf eine Straßensperre zugefahren. Außerdem habe der Fahrer die Aufforderung zum Anhalten ignoriert.

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