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Der "Discovery"-Start ist schon sechs Mal verschoben worden

Weiterer Riss am "Discovery"-Außentank

Washington - Die Hiobsbotschaften vor der geplanten letzten Reise der US-Raumfähre “Discovery“ reißen nicht ab.

Nach Medienberichten haben Nasa-Experten einen vierten Riss am Außentank entdeckt, der nun repariert werden muss, bevor sich der Shuttle auf den Weg zur Internationalen Raumstation ISS machen kann.

Der Start musste bereits sechs Mal verschoben werden, hauptsächlich wegen technischer Pannen. Das größte Problem ist ein Wasserstoff-Leck am Tanksystem des Orbiters: Die Reparatur stellte sich als so langwierig heraus, dass die “Discovery“ am Boden bleiben muss, bis sich das nächste Startfenster öffnet. Das heißt, sie wird nun frühestens am 30. November abheben können.

Die Risse befinden sich an Aluminium-Schienen zur Verstärkung eines Leerraumes zwischen dem Tank mit flüssigem Sauerstoff und den Tanks mit flüssigem Wasserstoff. Die ersten beiden entstanden nach Nasa-Angaben beim Betanken der Raumfähre.

Die Ingenieure wurden zunächst durch einen Riss in der Schaumstoff-Isolation am Außentank aufmerksam. Als sie das defekte Stück entfernten, fanden sie darunter zunächst zwei beschädigte Stellen im Metall und bei weiteren Untersuchungen dann noch mehr. Nasa-Experten schneiden jeweils die Abschnitte mit den Rissen heraus und setzen neue Stücke ein.

Die US-Raumfahrtbehörde will ihre Shuttle-Flotte einmotten. Nach der 39. “Discovery“-Mission ist nur noch ein Start fest geplant. Im Februar soll die “Endeavour“ zur ISS fliegen, aber der Termin könnte sich wegen der derzeitigen Probleme ändern.

Die letzte Reise der “Discovery“ mit sechs Astronauten soll nach bisherigen Plänen elf Tage dauern. Auch ein humanoider Roboter soll mitfliegen, um dann in der Raumstation getestet zu werden. Außerdem will die Nasa ein neues Modul zur ISS schicken, damit die Bewohner mehr Stauraum und Laborfläche zur Verfügung haben.

dpa

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