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Der Künstler Ai Weiwei setzt sich für eine bessere Flüchtlingspolitik ein. Ihm selbst wurde in China vier Jahre lang der Reisepass entzogen. 

"Tief bewegend"

Künstler Ai Weiwei stellt Bild des toten Flüchtlingsjungen nach

Neu Delhi - Der chinesische Künstler Ai Weiwei hat das Foto des ertrunkenen syrischen Flüchtlingsjungen nachgestellt und die Szene damit erneut in die sozialen Netzwerke gebracht.

Zahlreiche Twitter-Nutzer nannten das Bild am Montag „überwältigend“ und „tief bewegend“, einige kritisierten es auch. Auf der Flucht Richtung Griechenland war der dreijährige Aylan zusammen mit seinem fünfjährigen Bruder und seiner Mutter vor der türkischen Küste ertrunken. Das Foto des toten an den Strand gespülten Jungen ging als tragisches Symbol der Flüchtlingskrise um die Welt.

Ai Weiwei, der verschiedene Flüchtlingsprojekte unterstützt, legte sich nun auf der griechischen Seite am Strand von Lesbos selbst bäuchlings auf die Steine, und ließ sich dabei von dem Fotografen Rohit Chawla ablichten. Das Bild, das für ein Interview des indischen Magazins „India Today“ gemacht wurde, war am Wochenende auf der Kunstmesse „India Art Fair“ in Neu Delhi zu sehen. „Künstler sollten eher menschlich als politisch sein,“ sagte Ai Weiwei laut „India Today“ auf der Messe.

Erst vergangene Woche hatte Ai Weiwei aus Protest gegen die verschärfte Asylpolitik der dänischen Regierung eine Schau mit seinen Werken in Kopenhagen gestoppt.

dpa

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