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Der 20-Jährige aus Betzdorf (Rheinland-Pfalz) hat sich dabei gefilmt, wie er seinen zehn Wochen alten Hund mit Schlägen misshandelte - das Video landete auf Youtube.

Clip landete im Internet 

Welpenquäler (20) bekommt Morddrohungen

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Betzdorf - Ein verstörendes Internetvideo zeigt einen kleinen Hund, der geschlagen wird. Die Polizei rettet den Welpen und geht gegen den Besitzer vor. Der muss mittlerweile um sein Leben fürchten.

Der 20-Jährige aus Betzdorf (Rheinland-Pfalz) hatte sich dabei gefilmt, wie er seinen zehn Wochen alten Hund mit Schlägen misshandelte. Das Videoschickte er nach Angaben der Polizei vor einigen Wochen per WhatsApp an seine Ex-Freundin, offenbar mit der Absicht, sie auf diese Weise einzuschüchtern und zu bedrohen. Die junge Frau zeigte ihn am 17. Februar an. Doch kurze Zeit später landete der Clip auf YouTube und Facebook - wo er einen massiven Sturm der Entrüstung auslöste.

Etliche Nutzer drohen dem Mann mit Gewalt und rufen zur Lynchjustiz auf. "Wir werden dich töten", schreibt jemand. "Mit dem Kerl ist es jetzt aus", ist zu lesen, ein User "betet darum", dass er "mal so richtig auf die Fresse bekommt". "Der sollte sich jetzt lieber nicht rauswagen" meint ein dritter. Wie die "Rhein-Zeitung" berichtet, veröffentlichte eine Webseite den Namen des Mannes und forderte zur Todesstrafe auf.

Hetz-Seiten mit Tausenden Fans

Tausende "Fans" erreichten einzelne ähnlich geartete Hetz-Seiten in kürzester Zeit. Ein Rapper veröffentlichte einen Song, der den Tierquäler disst. Der Berliner CDU-Abgeordnete Kai Wegner und ein Politiker der Alternative für Deutschland nahm die große Aufmerksamkeit, die der Fall auf sich zieht, zum Anlass, härtere Strafen für Tierquäler zu fordern. Diverse Petitionen - darunter auch äußerst fragwürdige - wurden ins Leben geriufen und erfreuten sich regen Zuspruchs. 

Die örtliche Polizei bekommt wegen des Falls viele Anrufe - aus ganz Deutschland. „Das Telefon steht nicht still“, sagte ein Polizist am Samstag. Angesichts der massiven Reaktionen im Internet baten die Beamten am Samstag um besonnenes Verhalten. Das Leben des 20-Jährigen liege jetzt bereits in Trümmern. Im Raum Betzdorf gebe es mehrere Menschen gleichen Namens, die mit dem Vorfall nichts zu tun haben. Auch sie könnten Opfer der blinden Wut der anonymen Masse werden, wird befürchtet.

Polizei: Manche Reaktionen gehen zu weit

Nach Ansicht der Polizei gehen manche Reaktionen im Internet zu weit - sie müssten ebenfalls strafrechtlich bewertet werden. Derweil wird das Video, das den Shitstorm auslöste, weiterhin geteilt und weiterverbreitet. 

Tier bereits gerettet

Die Polizei hat dabei das Tier schon längst gerettet und bei einer anderen Familie untergebracht. Gegen den Hundebesitzer aus seien die nötigen strafrechtlichen Schritte eingeleitet worden, berichtete die Polizei am Samstag. Der Fall werde so schnell wie möglich an die Staatsanwaltschaft gegeben. Die Behörden hatten dem Tierquäler bereits ein Verbot für die Tierhaltung ausgesprochen.

dpa/hn

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