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Nach 165 Tagen auf der ISS: Deutscher Astronaut Maurer bald wieder mit festem Boden unter den Füßen

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Von: Yasina Hipp

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Im November 2021 startete für Astronaut Matthias Maurer die Reise zur ISS. Vor dem Rückweg auf den Heimatplaneten zieht er ein emotionales Fazit.

Cape Canaveral - Sechs Monate im Schwebezustand, sechs Monate auf kleinstem Raum, sechs Monate über 400 Kilometer von der Erde entfernt: So in etwa gestaltete sich das vergangene halbe Lebensjahr von Matthias Maurer. Der deutsche ESA-Astronaut war im November 2021 zur ISS geflogen. Nun heißt es: Mission beendet. Maurer und drei seiner US-Kollegen bestiegen am Morgen eine „Crew Dragon“-Kapsel und steuerten den Planeten Erde an. Nach etwa 24 Stunden soll die Kapsel planmäßig im Meer vor der Küste des US-Bundesstaats Florida landen. Gegen Abend soll Maurer dann wieder zurück in Deutschland sein.

Astronaut Maurer: „Der Traum geht weiter“

Für den ESA-Astronauten Maurer ist mit seiner sechsmonatigen ISS-Mission ein absoluter Lebenstraum in Erfüllung gegangen. Dafür hat der 52-Jährige jahrelang hart gearbeitet. In seinen letzten Worten vor der Rückreise schwingt deswegen vielleicht auch ein bisschen Wehmut mit. Bei der offiziellen Verabschiedungszeremonie sagte er: „Es waren sechs herausragende Monate hier auf der Raumstation“. Und auch auf Twitter postete er ein Foto eines Sonnenuntergangs über der Erde aus dem All und schrieb dazu: „Das Ende einer wunderschönen Mission – der Traum geht weiter.“

Astronaut Maurer: Rückkehr auf die Erde ist ein ungewöhnliches Gefühl

Wie wird sich Matthias Maurer wohl fühlen, sobald die Kapsel auf der Erde eintrifft? Körperlich sei das auf jeden Fall anstrengend, berichtet Astronaut Thomas Reiter, der der erste deutsche Astronaut auf der ISS war. „Man ist schon überrascht, wie schwer sich Arme und Beine plötzlich anfühlen“, sagte Reiter der dpa. Er habe nach seiner Rückkehr 2006 für eine halbe Stunde nach der Landung ein „mulmiges Gefühl“ gehabt und habe „schnelle Kopfbewegungen“ vermieden. Trotz allem seien die meisten All-Rückkehrer froh, wieder auf der Erde zu sein.

Wie Matthias Maurer seine Rückreise erlebt hat, wird der 52-Jährige dann in wenigen Tagen berichten können. Maurer war nach Thomas Reiter, Hans Schlegel und Alexander Gerst der vierte Deutsche auf der Außenstation der Menschheit. Derzeit bedrückt der Krieg gegen die Ukraine auch die Schwerelosigkeit der ISS: Die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos hatte bereits mit einem Ausstieg gedroht, war davon dann aber doch zurückgeschreckt.

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