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Neuer Sonnensturm macht Experten Sorgen: „Werden die Auswirkungen spüren“

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In der vergangenen Woche sorgte einen Sonnensturm für Aufsehen. Obwohl die Auswirkungen diesmal gering waren, ist mit dem Phänomen nicht zu spaßen.

Boulder/München - Die Menschheit und ihr Planet Erde sind nur ein winziger Teil des großen Universums, auswärtige Bedrohungen stellen daher oftmals eine Gefahr dar. Neben dem Einschlag eines Meteoriten oder anderer Himmelskörper können auch sogenannte Sonnenstürme große Auswirkungen auf unser Leben haben. Obwohl ein letzter Vorfall dieser Art schon einige Tage zurückliegt und die Folgen keinen unmittelbaren Einfluss auf das Leben auf der Erde hatten, können solche Stürme dramatische Auswirkungen haben.

Sonnensturm: Englische Zeitung berichtete von erster Gefahr

In der vergangenen Woche meldete der englische Daily Express erstmals von der Gefahr eines möglichen Sonnensturms. Bei diesem Szenario schickt die Sonne Strahlung gepaart mit hochenergetisch-geladenen Teilchen in den Weltraum. Treffen diese die Erde, spricht man von einem sogenannten Sonnensturm. Genau ein solcher Sturm sollte nach einem Bericht der Internetseite spaceweather.com im Zeitraum des 22., 23. und 24. Januar auf die Erde treffen, gegenüber der Zeitung warnte die US-Physikerin Dr. Tamitha Skov von „flüchtigen Schläge auf das Magnetfeld der Erde“.

Skov und ihre Kollegen vom US Space Weather Center (SWPC) beobachten seit Jahren das Wetter im Weltall und stuften den Sturm auf das „G2-Level“ ein. Ähnlich wie bei der Richter-Skala bei Erdbeben dient das entwickelte Modell zur Einordnung der Sturmschwere, wobei „G1 Minor“ die harmlosesten und „G5 Extreme“ die gefährlichsten Entwicklungen kennzeichnet. „Wir befinden uns mitten in diesem schnellen Sonnenwind, der in Richtung der Einschlagzone der Erde gedreht wird“, erklärte Skov gegenüber dem Daily Express und warnte zeitgleich vor einer weiteren Sonneneruption am 20. Januar. „Wir werden die Auswirkungen dieses Ausbruchs über die nächsten Tage spüren.“

Sonnenstürme: Komplizierter wissenschaftlicher Vorgang

Große Auswirkungen des Sturms waren bisher zumindest in Deutschland nicht zu spüren, allerdings sei diese Gefahr immer gegeben, wie Skov weiter ausführt: „Schwankungen im Stromnetz“, aber auch „geringfügige Auswirkungen auf den Satellitenbetrieb“ könnten selbst durch schwache Stürme ausgelöst werden. Bei den höher angesiedelten Skalenwerten drohe hingegen eine deutlich größere Gefahr. „Die zusätzliche Strahlung könnte unsere Kommunikations- und Navigationssatelliten beschädigen, zudem könnten Elektrizitätswerke, die uns mit Storm versorgen, unterbrochen werden.“

Im genaueren treffen die geladenen Teilchen des Ausbruchs in die Ionosphäre und können dabei mit ihrer Energie „die Dichte und Dichteverteilung in der oberen Atmosphäre erhöhen“. Dadurch seien besonders erdnahe Satelliten in Gefahr, erklärt die SWPC. „Die lokale Erwärmung erzeugt auch starke horizontale Schwankungen in der ionosphärischen Dichte, die den Weg von Funksignalen modifizieren und Fehler in den vom GPS bereitgestellten Positionsinformationen verursachen können.“ Die Gefahr eines Sonnensturms darf also nicht unterschätzt werden.

 

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