Kommt es zum Comeback des überaus beliebten „Star Wars“-Games aus dem Jahr 2005?
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Sie düsen auch mit Über-Lichtgeschwindigkeit durchs All: Imperiale Truppen aus „Star Wars“.

Wie bei „Star Wars“

„Hyperantrieb“ doch möglich? Forscher entdecken, wie man schneller als Lichtgeschwindigkeit reisen könnte

Schneller als die Lichtgeschwindigkeit reisen - ein Traum der Menschheit, der vor allem in der Science Fiction vorkommt. Doch nun behaupten Forscher, dass „warpen“ möglich sein könnte.

München - Bei Star Wars schießen die Raumschiffe mit „Hyperantrieb“ von Planet zu Planet, in anderen Science-Fiction-Universen heißt es anders, doch der Traum vieler Storys ist der gleiche: Schneller als Lichtgeschwindigkeit zu reisen, also: Warpen. Was bisher als rein physikalisch unmöglich und daher als reine Fantasie galt, soll nun tatsächlich möglich sein, wie Forscher herausgefunden haben. Die NASA soll schon seit Jahren erfolglos daran forschen - nun also gelang womöglich einem anderen Wissenschaftlerteam ein Durchbruch.

Sie haben ein Modell entwickelt, das auf etwas verzichten kann, das bei allen theoretischen Experimenten bisher der Dealbreaker war: Exotische Materie, die es in unserem Universum schlicht nicht gibt. Das neue Modell aber kommt ohne diese aus. „Warpen“ kommt übrigens von „Verbiegen“ und genau das passiert bei dieser Art Antrieb: Der Raum um den Reisenden soll verbogen werden.

Wie schnell wird sich der Mensch in ferner Zukunft bewegen? Die Theorie der Forscher klingt wie aus einem Science-Fiction-Film.

Warp-Antrieb: „Passagier-Raum“ im Inneren - die Zeit läuft dort anders ab als außen

Die Studie wurde von Forschern des Advanced Propulsion Laboratory (APL) aus Virginia im Journal „Classical and Quantum Gravity“ veröffentlicht. In „Introducing Physical Warp Drives“, so erklärt Professorin Sabine Hossenfelder, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Frankfurt Institute for Advanced Studies, in einem YouTube-Video, beschreiben die Forscher den Antrieb folgendermaßen: Der Antrieb ist eine Blase, in deren Innerem sich der „Passagier-Raum“ befindet. Dort ist die Raumzeit flach, es gibt keine Gravitation. Die Außenhülle des Antriebs besteht aus noch unbekanntem Material, und besitzt das Gravitationsfeld des Antriebs selbst. In weiter Entfernung besteht allerdings flache Raumzeit. Bedeutet: Die Zeit im Passagierbereich kann sich von der Zeit im Außenbereich unterscheiden. Nur so kann man sich schneller als Licht bewegen.

Auch das neue Modell ist mit der aktuellen Technologie, die wir besitzen, längst nicht konstruierbar. Dass sich der jüngst erdachte Antrieb immerhin der Grenzen der bekannten Physik abspielt, ist dennoch ein großer erster Schritt, damit wir bald - wie Han Solo oder Luke Skywalker - in weit entfernte Galaxien düsen können.

Noch müssen wir uns keinen neuen Planeten suchen. Doch es gibt einen Zeitpunkt, an dem Leben auf der Erde nicht mehr möglich sein wird. Wann genau - das haben nun Forscher herausgefunden.

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