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Um die fortschreitende Erderwärmung zu stoppen rät der Weltklimarat zu einer drastischen Reduzierung der Kohlendioxidemissionen.

Es bleibt nur wenig Zeit

Weltklimarat schlägt Alarm wegen Erderwärmung

New York - Der Weltklimarat IPCC hat in seinem Abschlussbericht zum sofortigen Handeln aufgerufen, um eine tiefgreifende und irreversible Veränderung des Erdklimas zu verhindern.

Es bleibe nur noch wenig Zeit, um eine Erwärmung über zwei Grad Celsius zu verhindern, erklärte der IPCC-Vorsitzende Rajendra Pachauri am Sonntag bei der Vorstellung des sogenannten Syntheseberichts in Kopenhagen, der die Ergebnisse der drei vorherigen Teilberichte zusammenfasst. Notwendig sei die Reduzierung der Kohlendioxidemissionen um 40 bis 70 Prozent zwischen 2010 und 2050.

Die Konzentration der Treibhausgase in der Atmosphäre sei auf dem höchsten Stand seit mindestens 800.000 Jahren, warnte der IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change). Zwischen 1880 und 2012 habe sich die weltweite Oberflächentemperatur um 0,85 Grad erhöht, und der Meeresspiegel sei zwischen 1901 und 2010 um 19 Zentimeter angestiegen. Sollte der Ausstoß von klimaschädlichen Gasen wie Kohlendioxid nicht drastisch reduziert werden, drohe eine weitere Erwärmung und die Zunahme extremer Wetterphänomene wie Stürme, Hitzeperioden und Überschwemmungen.

Nach den Berechnungen des IPCC, der Experten aus 195 Ländern vereint, würde das globale Wachstum nicht "stark betroffen" durch die Kosten zur Reduzierung der CO2-Emissionen. Selbst "ehrgeizige" Maßnahmen würden demnach jährlich nur 0,06 Prozentpunkte des weltweiten Konsums im 21. Jahrhundert kosten, wobei mit einem jährlichen Wachstum zwischen 1,6 und drei Prozent gerechnet wird. Sollte dagegen nicht rasch etwas unternommen werden, würden die Kosten weitaus stärker ansteigen, warnte der Weltklimarat in seinem Abschlussbericht.

AFP

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